Zeitung Heute : Absolut unzureichende Ausbildung der Brandenburger Lehrer

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Betrifft: „Keine Schule fürs Leben“ im Tagesspiegel vom 11. Mai 2002

Es gäbe zu den angesprochenen Verhaltensweisen viel zu sagen. Hier will ich aber nur die Verhaltensweisen des Lehrer-“Kollektivs" betrachten: Tatsächlich haben viele Lehrer in den Grund- und Realschulen Brandenburgs eine absolut unzureichende Ausbildung. Man kann davon ausgehen, dass häufig das pädagogische Rüstzeug fehlt. Die frühere Lehrerausbildung kann überhaupt nicht mit der Ausbildung von Pädagogen an Universitäten mit dem Fachbereich Erziehungswissenschaften verglichen werden. Das Ergebnis sehen wir hier. Das Versagen der einzelnen Lehrer ist offenkundig. Sie waren vermutlich überhaupt nicht in der Lage, die Problematik zu erkennen oder (noch schlimmer) sie wollten sich nicht einmischen! Beides ist dramatisch und zeigt das Fehlen jeglicher pädagogischen Kompetenz. Vom persönlichen Engagement und von der menschlichen Zuwendung, die Schüler in Extremsituationen brauchen, ganz zu schweigen. Schließlich versucht das ganze Lehrer-"Kollektiv", die Sache noch herunterzuspielen. Dass die Eltern der Täter offenbar völlig uneinsichtig sind und noch nicht einmal ein Gespräch suchen, ist kennzeichnend und weist auf die Ursachen hin.

Man kann im Grunde allen vernünftigen Eltern, die das Wohl ihrer Kinder im Auge haben, nur raten, auf die Qualität der Lehrer ihrer Kinder stärker zu achten.

Der hier geschilderte Fall „Elsterwerder" kann sonst rasch zu einem zweiten „Erfurt" werden.

Wolfgang Matthäus, Berlin-Lichterfelde

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