Zeitung Heute : Ägypten will Beziehungen zum Iran ausbauen

Teheran - Nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl in Ägypten strebt der Islamist Mohammed Mursi ein besseres Verhältnis seines Landes zum Iran an. Beide Länder unterhalten seit 30 Jahren keine diplomatischen Beziehungen mehr. Die neuen Beziehungen würden „ein wirksames strategisches Gleichgewicht in der Region“ herstellen, sagte er in einem Interview mit der regimenahen iranischen Nachrichtenagentur Fars. Mursi sicherte zugleich die Einhaltung der internationalen Verträge zu. Eine der wichtigsten internationalen Vereinbarungen ist der Friedensvertrag mit Israel von 1979.

Der neue Präsident legte wie angekündigt seine Mitgliedschaft in der Muslimbruderschaft sowie den Vorsitz von deren Partei „Freiheit und Gerechtigkeit“ nieder.

Unterdessen bezeichnete der russische Präsident Wladimir Putin nach Angaben des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu einen atomar bewaffneten Iran als „ernsthafte Gefahr“ für die Welt. Netanjahu hat bei seinem Treffen mit Putin während dessen Israel-Besuch am Montag für weitere Sanktionen gegen Teheran geworben. In einer Mitteilung nach dem Treffen erklärte Putin, er und Netanjahu hätten über Iran und Syrien gesprochen.dpa

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