Zeitung Heute : Ahnungen und Ankündigungen

Der Tagesspiegel

Monte Carlo (dpa). Thomas Haas war im Viertelfinale von Monte Carlo gegen Juan Carlos Ferrero ohne Chance. Der deutsche Tennisprofi sah seine bösen Ahnungen bestätigt. „Es wird ein schweres Match, denn er ist neben Gustavo Kuerten der beste Spieler auf Sand“, hatte der in Florida lebende Hamburger schon vor der zweiten Niederlage im zweiten Vergleich gegen den Spanier geunkt. In nur 71 Minuten war der Spuk für Haas am Freitag beendet und das Spiel mit 3:6, 1:6 verloren. Der letzte Deutsche verabschiedete sich damit sich aus dem mit 2,95 Millionen Dollar dotierten Masters-Series-Turnier. Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler waren in Runde eins gescheitert.

Nach einem 0:2 kämpfte sich Haas zwar noch einmal ins Match. Doch nach dem 2:2-Ausgleich konnte der 24-Jährige nur noch ein Mal seinen Aufschlag durchbringen. „Ferrero war einfach zu gut“, sage Haas. An der monatelang schmerzenden rechten Schulter lag es freilich nicht. „Die ist okay“, sagte er und ergänzte: „Hoffentlich hält sie auch in den kommenden Wochen.“ Schon auf dem Weg nach Monaco hatte er Station bei seinem Arzt Hans- Wilhelm Müller-Wohlfahrt gemacht. Vor dem Turnier in München in zwei Wochen wird er den Arzt des FC Bayern abermals konsultieren.

Nach dem schwachen Auftreten verabschiedete sich Haas mit der Ankündigung in Richtung Houston, unbedingt wieder im Daviscup spielen zu wollen. In Texas wird er in der kommenden Woche aufschlagen, bevor er nach München kommt. Danach stehen Hamburg und Düsseldorf (World Team Cup) auf seinem Programm. „Wenn ich merke, dass es zu viel wird für die Schulter, werde ich pausieren.“ Die Pause im Daviscup soll aber zu Ende sein. „Ich hoffe, dass ich spielen kann“, sagte er. Noch habe sich der Deutsche Tennis Bund nicht bei ihm gemeldet. Das aber scheint für Haas eine Grundvoraussetzung zu sein, auch wenn er es nicht direkt sagen mag. Stattdessen konnte er sich einen Seitenhieb auf den Präsidenten des DTB, mit dem er sich zuletzt immer wieder gestritten hatte, nicht verkneifen: „Man weiß nie, was Herrn von Waldenfels so alles einfällt.“

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