Zeitung Heute : "Aimée und Jaguar"

"Aimée und Jaguar" spielt in Berlin 1943.Nichts scheint Lilly Wust von anderen Frauen ihrer Generation zu unterscheiden.Ihr Mann ist an der Front, bei den nächtlichen Bombenangriffen sorgt die Mutter sich um das Leben ihrer vier Kinder.Zugegeben, zwischen Heim und Bunker findet Lilly Wust regelmäßig Zeit, Liebhaber zu empfangen.Aber für moralische Bedenken ist sie nicht der Typ.Doch dann taucht die elegante Felice Schragenheim auf und stellt Lillys Leben auf den Kopf.

Ausgerechnet in diese mysteriöse Fremde verliebt sich die mit einem überzeugten Nazi verheiratete, etwas biedere Hausfrau.Felice arbeitet zwar bei einem Naziblatt, aber sie ist Jüdin und hält Kontakt zu einer Untergrundorganisation.Für Lilly zählt nur, daß Felice sie wiederliebt.Für einen kurzen Augenblick leben die Frauen ihre Liebe.

In der Tradition des Erzählkinos und mit den Schauspielerinnen Maria Schrader und Juliane Köhler in den Titelrollen porträtiert Max Färberböck nach der von der Journalistin Erica Fischer aufgezeichneten Lebensgeschichte von Lilly Wust eine Liebe, die sich leidenschaftlich über alle Grenzen hinwegsetzt.

Regie: Max Färberböck.Nach dem gleichnamigen Buch von Erica Fischer.Darsteller: Maria Schrader, Juliane Köhler, Heike Makatsch, Detlev Buck.

10.Februar, 19.30 Uhr (Eröffnungszeremonie).

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