Zeitung Heute : Albert Ostermaier, Dramatiker

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

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WAS ICH MAG:

1. Beim Aufwachen: Dass die Träume erst anfangen.

2. Zu Hause: Dass ich mich an keine

Hotelzimmernummer erinnern muss.

3. Beim Schreiben: Dass ich „ich“ sagen kann und nicht nur mich meinen muss.

4. Im Theater: Dass jede Pfütze ein Abgrund ist

und das Meer in ein Wasserglas passt.

5. An Literatur: Dass sie für mich lebt.

6. An der Jugend: Dass sie länger anhält,

als man sie halten kann.

7. An Whisky: Dass er fließt wie ein Gedicht.

8. An Fußball: Dass man wieder kurze

Hosen trägt und Kind ist.

9. An Deutschland: Dass es ein Leben

außerhalb Bayerns gibt.

10. Ein Satz, den ich gerne öfter hören würde:

Du hast abgenommen.

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Wenn ich wieder

einschlafen möchte.

2. Zu Hause: Wenn woanders die Sonne scheint.

3. Beim Schreiben: Wenn jemand anruft und fragt,

ob er störe.

4. Im Theater: Wenn gerannt wird statt gedacht.

5. An der Jugend: Wenn sie schneller laufen als ich.

6. An Whisky: Wenn er nüchtern betrachtet

ein Fehler war.

7. An Fußball: Wenn ich patze wie Kahn,

aber nicht halte wie er.

8. An Deutschland: Wenn es sich über alles dünkt

statt voll Welt zu sein.

9. Und sonst…: Wenn Bayern verliert

und alle sich freuen.

10. Ein Satz, den ich nie wieder hören möchte:

Hallo Thomas!

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