Zeitung Heute : Alkohol: Dagegen

Krebs. Selbst moderater Weingenuss erhöht das Risiko, an Krebs der oberen Verdauungsorgane (Mund, Rachen, Speiseröhre) zu erkranken. Auch das Risiko für Leberkrebs steigt. Bestimmten pflanzlichen Inhaltsstoffen des Weins, den so genannten Polyphenolen, wird zwar eine krebsverhütende Wirkung attestiert, der Alkohol dagegen hat krebsfördernde Effekte.

Verletzungen. Alkohol erhöht - auch in kleinen Mengen - das Verletzungsrisiko. Es kommt häufiger zu Unfällen in Haushalt und Betrieb. Und zu Schlägereien.

Verkehrsunfälle Schon ab 0,2 Promille ist die Leistung von Verkehrsteilnehmern beeinträchtigt. Wer fährt, sollte nicht trinken, auch nicht moderat. Bei jedem dritten Verkehrsunfall ist Alkohol im Spiel.

Sucht. Erstaunlich viele Menschen können nicht mit Alkohol umgehen. Für sie gibt es keine moderate Weindosis, weil sie fast immer zu viel trinken. Für sie ist jeder Kontakt mit Alkohol gefährlich. Das Sucht- und Abhängigkeitspotenzial von alkoholischen Getränken ist mit dem der Opiate vergleichbar. In Deutschland leben rund drei Millionen behandlungsbedürftige Trinker. 40000 sterben jährlich an Alkohol-Folgekrankheiten. Allerdings: In Ländern mit hohem Weinkonsum, in denen der Wein traditionell zum Essen getrunken wird, gibt es deutlich weniger Alkoholiker.

Schwangerschaft. Schwangere müssen abstinent bleiben. Es gibt keine unschädliche Alkoholdosis für das Ungeborene.

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