Zeitung Heute : Allein auf der Welt - Sender soll eigenständig bleiben

jbh

Mit einer weiteren Profilierung des Fernsehangebots und einem Ausbau der Internet-Aktivitäten will Intendant Dieter Weirich die Deutsche Welle (DW) international konkurrenzfähig halten. Zu den Kernpunkten eines Zehn-Punkte Programms, das Weirich vorstellte, gehört auch die stärkere Ausrichtung des Hörfunk-Programms als "Krisen- und Präventionsradio". Das noch im vergangenen Jahr konzipierte gemeinsame Auslandsfernsehen mit ARD und ZDF stehe laut Weirich angesichts der geschätzten Mehrkosten von 54 Millionen Mark "nicht mehr auf der Agenda". Der DW-Chef sieht das Projekt Auslandsfernsehen von ARD, ZDF und DW-tv als gescheitert an. Seiner Ansicht nach muss auch einem dreisprachigen TV-Programm vor einem rein deutschsprachigen Angebot der Vorzug gegeben werden, da sonst Millionen Zuschauern verloren werden. Um den Bedarf der Auslandsdeutschen nach Unterhaltung zu befriedigen, schlug Weinrich ein mit ARD und ZDF zu produzierendes Programm vor, das über andere Sender in aller Welt kostenpflichtig verbreitet werden könnte.

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