Zeitung Heute : Alles Vertrauenssache

Herr Witts[Mitte Januar hat Bill Gates eine E-Mai]

Simon Witts ist bei Microsoft für den Vertrieb und die Marketing-Aktivitäten in Europa zuständig. Auf dem Triforium-Kongress in Berlin stellte er Partnern und Kunden des Unternehmens die "Trustworthy Computing"-Kampagne vor.

Herr Witts, Mitte Januar hat Bill Gates eine E-Mail an Microsoft-Mitarbeiter versandt, in der er seine Strategie des vertrauenswürdigen Computereinsatzes darlegte.

Ich habe diese Mail in meinem Bill G.-Ordner abgelegt. Die Zahl der Mails mit dieser Tragweite kann man an einer Hand abzählen. Der 11. September und die damit verbundenen Vorfälle haben im Softwarebereich die Debatte um vertrauenswürdiges Computing in den Vordergrund gerückt.

Geht es um mehr Stabilität, bessere Nutzbarkeit oder um Sicherheit vor Viren?

Ich meine Sicherheit gegen jedwede Form von Angriffen. Im Februar machen alle 7000 Windows-Entwickler nichts anderes, als sich die Software noch einmal anzuschauen. Es geht darum, sichere Programmcodes zu schaffen. Das betrifft auch künftige Versionen von Windows, Dotnet Server.

Wird sich der Start von Windows Dotnet-Server dadurch verzögern?

Ja. Aber es ist vorgesehen, die Server-Version noch in diesem Jahr auszuliefern.

Wie soll mehr Sicherheit erreicht werden?

Wer künftig Sicherheitsmerkmale nicht mehr will, wird sie nicht mehr einfach ausschalten können, er wird dafür einen gesonderten Patch laden müssen.

Wie kommen die Nutzer daran?

Kostenlos, über Windows-Update-Funktion.

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