Zeitung Heute : Am seidenen Faden

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Zähne putzen: Morgens und abends nach den Mahlzeiten, mindestens drei Minuten lang. Mit elektrischen Zahnbürsten kommt man nach Auffassung der Stiftung Warentest nicht zwangsläufig zu einem besseren Ergebnis, allerdings ist bei der Reinigung von Hand etwas mehr Zeit und auch mehr Geschick nötig. Als richtige Putztechnik empfiehlt es sich, nicht einfach nur horizontal hin und her zu schrubben, sondern die Bürste im 45 Grad Winkel auf die Zähne zu setzen und mit kreisenden und rüttelnden Bewegungen zu reinigen. Dabei nicht zu stark aufdrücken. Für Kinder beginnt die Zahnreinigung mit Durchbruch des ersten Zahnes, ab zwei Jahre zweimal täglich mit einer Kinderzahnpasta, ab sechs Jahre mit einer fluoridhaltigen, milden Erwachsenenzahnpasta.

Fissurenversiegelung: Zur Erleichterung der Zahnpflege sollte man bei Kindern und Jugendlichen Fissuren, das sind kleine Risse und Unebenheiten auf der Oberfläche der bleibenden Backenzähne, versiegeln lassen.

ZahnpflegeKaugummis: Fördern den Speichelfluss und damit die Remineralisation der Zähne. Ein Ersatz für die Zahnbürste sind sie nicht, sie taugen allenfalls zur Reinigung zwischendurch. Im Prinzip kann man dazu jeden Kaugummi verwenden, er sollte nur keinen Zucker enthalten.

Zahnzwischenräume: Einmal täglich mit Zahnseide reinigen, ob gewachst oder ungewachst spielt keine Rolle, gewachste fädelt sich leichter ein, ungewachste fächert sich besser auf und erreicht mehr Zahnfläche. Bei breiten Zahnabständen empfiehlt sich eine Interdentalbürste, die sieht aus wie ein Pfeifenreiniger.

Fluorid–Gel: Einmal die Woche auftragen, zusätzlich fluoridiertes Speisesalz verwenden. Fluoridtabletten bringen dagegen nach jüngeren Untersuchungen nicht viel, die lokale Anwendung ist vorzuziehen. Zu empfehlen ist deshalb die Fluoridlackierung bei Kindern.

Mundduschen: Die Munddusche verbessert nach Auffassung der Stiftung Warentest das Putzergebnis nicht. Sie sind lediglich besser als überhaupt nicht putzen, aber keine Alternative zur Zahnbürste.

Professionelle Reinigung beim Zahnarzt: Kostet zwischen 60 und 120 Euro, ist aber eine sinnvolle Ergänzung der häuslichen Pflege. Zumal man verhärtetem Zahnbelag zu Hause nicht mehr beikommt. Sollte je nach Gebisszustand zwei- bis viermal im Jahr erfolgen, raten Zahnärzte wie der Prophylaxe-Experte Stefan Zimmer von der Berliner Charitè.

Zahnarztbesuch: Sollte zur Kontrolle mindestens einmal im Jahr erfolgen, bei schlechtem Pflegezustand auch öfter. Insbesondere eine beginnende Parodontitis, eine entzündliche Zahnfleischerkrankung ist für den Laien schwer zu erkennen, später aber schwer zu behandeln. Allerdings ist die Parodontitis eine Erkrankung, die bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen äußerst selten auftritt, betroffen sind vor allem Erwachsene vom 35. Lebensjahr an.

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