Zeitung Heute : „Angriff auf mein Leben“

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„Jetzt wurde das Leben notwendig grundanders, und er, zuvor höchstens auf ein paar Umstellungen gefasst, sah sich zu Hause gefangen und dachte auf den stundenlangen Kreisen, mit denen er nachts das weinende Kind durch die Wohnung schob, nur noch phantasielos, dass das Leben nun für lange Zeit aus sei.“ Eine Erfahrung, mit der der junge Vater in Peter Handkes „Kindergeschichte“ nicht allein steht.

Auch im Internet wird der „Angriff auf mein Leben“ (so ein junger Vater) verarbeitet. Noch Jahre später kann eine Mutter sich auf einer einschlägigen Website erinnern, wann und wo ihre Tochter schrie: „Morgens nach dem Aufstehen (Morgens??? Aufstehen??? – das waren seinerzeit Fremdworte für uns…), mittags, nachmittags, eigentlich immer. Die einzigen friedlichen Pausen waren die Zeiten, in denen unsere Tochter gestillt wurde – und davon konnte sie nicht genug bekommen. Es gab Tage, die wir komplett auf der Couch verbrachten. Spazieren gehen war fast nicht möglich. Noch Monate später gingen bei mir alle Alarmglocken, wenn mein Kind anfing zu weinen."

Buchtipps: Mauri Fries: Unser Kind schreit Tag und Nacht. Hilfen für erschöpfte Eltern. Ernst Reinhardt Verlag München/Basel 2002, 9.90 Euro.

Paula Diederichs / Vera Olbricht: Unser Baby schreit so viel! Kösel Verlag 2002.

Link: www.gaimh.de

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