Zeitung Heute : ARD bringt Augsburger Puppenkiste an Ostern wieder auf den Bildschirm

Der Hofküchen-Wichtel Pimpernell ist nicht nur zuständig für das Chaos, sondern rettet auch die quirlige Prinzessin Lilalu aus dem "Schepperland". Mit diesem neuen Fernseh-Stück der "Augsburger Puppenkiste", die einst mit Stücken wie "Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer" und "Urmel" TV-Geschichte schrieb, setzt der Hessische Rundfunk (HR) in Frankfurt nun seine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit den Marionetten-Künstlern fort. Nach fünf Jahren Pause sollen an Ostern damit wieder die beliebten Puppen in sechs Folgen durch das ARD-Kinderprogramm tanzen.

Der lange Rückzug des Augsburger Theaters vom Ersten sei kein Zerwürfnis gewesen, sondern lediglich eine "Besinnungspause", sagte HR-Fernsehdirektor Hans-Werner Conrad am Donnerstag in Augsburg. "Wir hatten uns künstlerisch auseinander gelebt", umschrieb es der Leiter der Puppenkiste, Klaus Marschall. Die derzeitigen Dreharbeiten zum Musik-Märchen "Lilalu im Schepperland" verliefen reibungslos.

"Nicht die Kinder haben sich in den letzten 50 Jahren verändert, sondern die Medienlandschaft", sagte Marschall. "Die Fantasie, mit der Kinder vor dem Fernseher sitzen oder ins Theater gehen, ist die gleiche. Man gibt ihnen nur weniger Möglichkeit, sie auszuleben." Die Augsburger möchten schlummernde Kinder-Träume wecken. Dabei spielt die Musik der Komponisten Enjott Schneider und Andreas Weidinger ("Tatort") eine wichtige Rolle. Das hohe C ist der Zauberton, der die Geschicke der Helden und den Ehrgeiz des Bösen lenkt.

Bis Ende Februar sollen die Dreharbeiten laufen, die zum ersten Mal nicht in der engen Puppenkiste, sondern in den geräumigen RT1-Studios in Augsburg stattfinden. Die Fäden-Zieher und der Regisseur Axel Schulz werden dabei von einer Internet-Kamera beobachtet. Auf der Web-Seite www.augsburgerallgemeine.de kann jeder den Künstlern bei der Arbeit auf die Finger schauen. Der erste Teil des Märchens wird am 21. April in der ARD zu sehen sein.

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