Zeitung Heute : Auf das Energie-Label kommt es an

Mit modernen Elektrogeräten lässt sich viel Strom sparen

NAME

Küchen haben ein langes Leben. Doch viele entsprechen schon längst nicht mehr dem Stand der Technik und den Ansprüchen der Nutzer.

Eine für den Küchenalltag entscheidende Neuerung war die Einführung des „Vollauszugs" für Schubladen oder raumhohe Apotheker-Hochschränkte. Hierzu gibt es jetzt eine komfortable Weiterentwicklung: die Anschlagsdämpfung. Sie bewirkt ein nahezu lautloses Schließen von Frontauszügen aller Art und Größe, unabhängig davon, mit wie viel Kraft die Schublade bewegt wird und wie voll sie beladen ist.

Zu einer modernen Küche gehören auch in Sicht- und Greifhöhe eingebaute Elektrogeräte: Kühlschrank, Backofen, Grill oder Mikrowelle. Doch was bei den Haushaltsgeräten zählt, sind neben einer langen Lebensdauer die Sparsamkeit hinsichtlich des Strom- oder Wasserverbrauchs. So benötigen beispielsweise Geschirrspüler von heute weniger als ein Viertel der Wassermenge und ein Drittel weniger Strom als die Geräte von vor 25 Jahren. Auch bei einer modernen Kühl-Gefrierkombination lässt sich Strom sparen. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei etwa 0,45 kWh am Tag.

Wer an eine Neuanschaffung eines Elektrogerätes denkt, sollte beim Kauf auf das Energie-Label achten. Es besteht allerdings nur aus einem Buchstaben zwischen A und G. A-Geräte gelten als ausgesprochen sparsam. Doch innerhalb dieser Gruppe gibt es eine große Bandbreite des Stromverbrauchs. Denn mit dem A-Label dürfen sich alle Geräte schmücken, die weniger als 55 Prozent des marktdurchschnittlichen Verbrauchs ihrer Bauart verbrauchen. Ein Vergleich zwischen der Gruppe A und B ist schwierig. Das klappt nur bei baulich identischen Geräten. Stromverschwender sind Geräte, die mit einem G versehen sind. Und die Buchstaben-Label B bis F liegen mit ihrem Stromverbrauch irgendwo dazwischen.

Bei Spülmaschinen steht das Energielabel nicht nur für die Energieeffizienz, sondern auch für die Reinigungs- und Trocknungswirkung. Und bei Kühl- und Gefriergeräten sollte man auf die Klimaklasse achten, die etwas über die Isolation und die Effizienz des Kälteaggregats aussagt. Doch was nutzt ein energiebewusstes Denken beim Kauf, wenn der Standort der Geräte nicht stimmt. So gehören Kühl- und Gefriergeräte in einen kühlen Raum, auf keinen Fall in die Nähe von Heizkörpern. Und auch der Geschirrspüler erzeugt Abwärme und sollte nicht in der Nähe des Herdes stehen. W.H.

Weiteres im Internet

www.nei-dt.de

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben