Zeitung Heute : Auf Europas Bühne

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Als Juncker der Christlich Sozialen Volkspartei beitrat, entdeckte der damalige Finanzminister und spätere Premier Luxemburgs, Jacques Santer, sofort das rhetorische und politische Talent des Arbeitersohnes, der in Straßburg Jura studierte. Nicht zuletzt Dank der Förderung durch Santer war Juncker in dem, was er tat, oft der erste und stets der jüngste: Mit 28 zum Beispiel Staatssekretär für Arbeit und Soziales, mit 40 Premierminister Luxemburgs.

FÖRDERER

Helmut Kohl. Mit Kohl teilte Juncker die Überzeugung: Wenn Europa eine Zukunft haben will, dann muss die Einigung vollendet werden, solange die Kriegs- und Nachkriegsgeneration noch lebt. Dass ihn der Ältere in freundschaftlichem Paternalismus „Junior“ nannte, nahm Juncker zunächst hin. Später bat er den deutschen Amtskollegen, zur Anrede „Jean-Claude“ überzugehen – was ihrer Freundschaft keinen Abbruch tat.

VERHANDLUNGSPARTNER

Gerhard Schröder. Jean-Claude Juncker und Schröder gehören zwar unterschiedlichen politischen Lagern an. Sie haben aber eines gemeinsam: Sie stammen aus kleinen Verhältnissen und sie haben aus eigener Kraft eine ungewöhnlich steile politische Karriere gemacht.

Jetzt ringen sie in Brüssel um die Reform des Stabilitätspakts – und sind sich doch mindestens in einem einig: dass er durchaus auch ein Wachstumspakt ist, der Arbeitsplätze schaffen soll. Tsp

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