Zeitung Heute : Auf Radioprogramme im Westen soll verzichtet werden

Die Bündnisgrünen sind gegen ein gemeinsames Auslandsfernsehprogramm von ARD, ZDF und Deutscher Welle. Dies erklärte die Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Medien der ehemaligen Ökopartei, Alice Ströver, am Montag in Berlin. Auch ein gemeinsames Radioprogramm von Deutschlandradio und Deutscher Welle sei "nicht machbar". Synergien sollten jedoch verstärkt genutzt werden. Zu den von der Bundesregierung geplanten weiteren Kürzungen für die Deutsche Welle meinte der medienpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Bündnisgrünen, Cem Özdemir, der deutsche Auslandssender solle künftig auf Radio- und Fernsehsendungen für Westeuropa verzichten. "Die Begründung für den Rückzug liegt auf der Hand", ergänzte Ströver, "wir wollen stärker auf die europäische Kooperationsebene gehen." Die Bündnisgrünen befürworten ein europäisches Auslandsfernsehen und eine gemeinsame europäische Radiokulturwelle. Um den Finanzbedarf der Deutschen Welle ermitteln zu können, solle die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten an den Planungen beteiligt werden.

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