Zeitung Heute : Auf Trüffel-Suche

MARKUS VON RIMSCHA

Fast jeder hat sich schon einmal im Internet nach Informationen zu einem bestimmten Thema umgesehen.Ob zu Studien- oder Berufszwecken oder einfach nur aus Interesse, es existiert kaum ein Thema, zu dem keine Informationen verfügbar wären.Das eigentliche Problem liegt vielmehr darin, daß viel zu viele Einträge vorliegen, die potentiell interessant wären.Eine maschinelle Suchunterstützung muß also her, sonst geht nichts.

Hier existieren unterschiedliche Konzepte.Einerseits stehen Kataloge zur Verfügung, in denen Einträge gesammelt und bestimmten Rubriken und Stichworten zugeordnet werden.Der Vorteil dieser Variante ist, daß gewissermaßen eine redaktionelle Prüfung der Einträge vorgenommen wird, man darf auf gute Ergebnisse hoffen und wird kaum Treffer angezeigt bekommen, die mit dem gewünschten Thema eigentlich gar nichts zu tun haben, sondern nur aus Zufall das gesuchte Stichwort enthalten.Der Nachteil dieser Methode ist die Aktualität.Ein derartiger Katalog läßt sich nun einmal niemals aktuell halten, dafür ändern sich die Internet-Seiten viel zu schnell.Der wohl bekannteste Katalog ist Yahoo ( www.yahoo.com ), der auch in einer deutschen Version existiert ( www.yahoo.de ).

Echte Suchmaschinen durchsuchen das Netz nach den gewünschten Einträgen, ohne dabei auf eine redaktionell gepflegte Liste zurückzugreifen.Sie sind daher wesentlich aktueller, neigen aber durchaus auch zu relativ unsinnigen Treffern.Eine der größten und bekanntesten Suchmaschinen ist Altavista ( www.altavista.digital.com ).

Selbst derartige Suchmaschinen haben aber das Problem, daß nur ein bestimmter Teil des Internet abgedeckt wird, trotz einer oft schon sehr großen Trefferanzahl bleiben interessante Seiten manchmal außen vor.Eine auch nur annähernd komplette Netzabdeckung ist kaum zu erreichen.Um diesem Übel abzuhelfen, wurde eine Zwischeninstanz eingeführt.Diese arbeitet wie eine gewöhnliche Suchmaschine.Eingegeben werden die relevanten Begriffe sowie die Anweisung, ob ein einziger oder alle gegebenen Stichworte im gesuchten Dokument vorkommen sollen.Durchsucht wird dann aber nicht das eigentliche Internet, sondern andere Suchmaschinen.So kann ein wesentlich größerer Teil der Internet-Seiten abgedeckt werden, ohne daß der Anwender sich mit verschiedenen Suchprogrammen, die meist auch über unterschiedliche Eingabemasken verfügen, auseinandersetzen muß.Er muß nur eine einzige Programm-Oberfläche bedienen und bekommt sämtliche Ergebnisse in einer Liste präsentiert.

Diese Meta-Suchmaschinen können meist recht komfortabel eingerichtet werden, so kann beispielsweise eine maximal zulässige Zeit für das Stöbern im Netz beziehungsweise in einzelnen Suchmaschinen eingestellt werden.Auch die eigentlichen Suchprogramme, in denen nachgesehen wird, können meist gezielt ausgesucht werden.Hier ist üblicherweise ein sehr umfassendes Spektrum voreingestellt, um eine möglichst große Abdeckung zu erreichen.

Auch recht komfortable Funktionen sind mittlerweile vorhanden.So werden zum Beispiel Internet-Seiten, die von mehreren Suchmaschinen entdeckt worden sind, meist nur einmal angezeigt.Bekannte Meta-Suchmaschinen sind der Metacrawler ( www.metacrawler.com ) sowie im deutschsprachigen Bereich die Maschine der Universität Hannover ( http://meta.rrzn.uni-hannover.de ).

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