• AUFARBEITUNG DER NS-VERGANGENHEIT : Im März eröffnet die Ausstellung "300 Jahre Charité" im Medizinhistorischen Museum

AUFARBEITUNG DER NS-VERGANGENHEIT  : Im März eröffnet die Ausstellung "300 Jahre Charité" im Medizinhistorischen Museum

Das Präsidium der Humboldt-Universität unter Christoph Markschies hat in dem Programmheft zur Vorbereitung des Jubiläums erklärt: „Das Präsidium wird darauf achten, dass die schwierige Geschichte der Universität und der Wissenschaftslandschaft der Stadt Berlin angemessen dargestellt wird.“ Im April 2010 wird eine Ausstellung im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum zur Geschichte der Universität eröffnet.

Der Historiker und Erziehungswissenschaftler Heinz-Elmar Tenorth wird zusammen mit dem Wissenschaftshistoriker Rüdiger vom Bruch im Frühjahr 2010 eine umfassende Darstellung der Geschichte der Universität Unter den Linden veröffentlichen. Rüdiger vom Bruch ist Herausgeber einer zweibändigen Veröffentlichung „Die Berliner Universität in der NS-Zeit“, in der die Erkenntnisse einer im Jahre 2003 über drei Semester angelegten Ringvorlesung zusammengefasst wurden (Franz Steiner Verlag).

Schon 2002 hatte der Akademische Senat der HU anlässlich des 60. Jahrestages der Überreichung des „Generalplans Ost“ an den Reichsführer SS, Heinrich Himmler, eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Vorschläge für den öffentlichen Umgang mit den Verstrickungen in der NS-Zeit unterbreiten sollte. Einen Überblick erhält man im Internet unter www.hu200.de

Die Charité veranstaltet in diesem Semester zwei Ringvorlesungen. Die eine widmet sich der Wissenschaftsgeschichte, die andere der Geschichte der Charité. Die wissenschaftsgeschichtliche Ringvorlesung findet an jedem ersten Mittwoch des Monats um 19 Uhr im Langenbeck-Virchow-Haus in der Luisenstraße in Mitte statt. Die historische Ringvorlesung ist an jedem zweiten Dienstag im Monat angesetzt und findet um 17 Uhr im Medizin-historischen Museum auf dem Stammgelände der Charité in Mitte statt. Am 25. März 2010 wird eine große Ausstellung 300 Jahre Charité im Medizinhistorischen Museum eröffnet. Überblick im Internet unter www.charite300.charite.de

Außerdem hat die Charité den Konstanzer Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer mit einer Darstellung der Geschichte der Charité von 1710 bis heute beauftragt. Sein Buch unter dem Titel „Die Charité“ ist im Siedler-Verlag erschienen. Die Wissenschaftler Sabine Schleiermacher und Udo Schaden haben als Herausgeber das Buch „Die Charité im Dritten Reich“ veröffentlicht (Schöningh-Verlag, 2008).

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hat ihre Geschichte in einem zweibändigen Werk veröffentlicht. Die Verstrickungen im Dritten Reich werden in dem Werk ausführlich behandelt. Erster Band, herausgegeben von Jürgen Kocka: „Die königlich Preußische Akademie der Wissenschaften zu Berlin im Kaiserreich“, zweiter Band, herausgegeben von Wolfram Fischer: „Die Preußische Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1914 bis 1945“ (Akademie- Verlag, 2000/2002). U.S.

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