Ausgeschaltete Bosse : Gefasst oder erschossen
02.09.2010 08:30 UhrMit Edgar Valdez Villareal alias „La Barbie“ ist den mexikanischen Behörden in diesem Jahr einmal mehr ein großer Fang geglückt. Am Montagabend nahmen Sicherheitskräfte den 37-Jährigen, einen der Chefs des Beltran-Leyva-Kartells (siehe Haupttext), in der Nähe von Mexiko-Stadt fest. Die US-Regierung hatte ein Kopfgeld von zwei Millionen Dollar auf den in Texas geborenen Mexikaner ausgesetzt, der vor allem durch seine Brutalität auffiel.
Vor einem Monat erwischten die Sicherheitsbehörden Ignacio „Nacho“ Coronel, die Nr. 3 des Sinaloa-Kartells. Der 56-Jährige, der die Pazifikroute des Kokainhandels in die USA unter seiner Kontrolle gehabt haben soll, wurde Ende Juli in einem Haus am Rande der Stadt Guadalajara, 580 Kilometer nordwestlich von Mexiko-Stadt erschossen.
Für seine Ergreifung waren in Mexiko und den Vereinigten Staaten insgesamt 7,4 Millionen Dollar Lösegeld ausgesetzt gewesen.
Im März 2010 nahm die mexikanische Polizei Jose Antonio Medina Arreguin, auch genannt „Don Pepe“, fest. US-Behörden zufolge war er einer der wichtigsten Heroinschmuggler: Im Schnitt soll die Organisation des „Heroinkönigs“ monatlich rund 200 Kilogramm dieser Droge in die Vereinigten Staaten exportiert haben.
Im Dezember 2009 traf es den „Boss der Bosse“, Marcos Arturo Beltran Leyva. Der mächtige Drogenbaron wurde nach einem mehrstündigen Feuergefecht von Einsatzkräften der Marine nahe Cuernavaca im Bundesstaat Morelos erschossen. Auf seinen Kopf hatte die Regierung 2,1 Millionen Dollar ausgesetzt. Leyva hatte eines der größten Drogenkartelle Mexikos angeführt. Auch in den USA war er wegen Kokainschmuggels im Wert von mehreren Milliarden Dollar angeklagt. jul








