Zeitung Heute : AUSLAND

POLEN

Mehr als 90 Deutsche in Warschau nach Ausschreitungen festgenommen

Warschau - Bei Ausschreitungen am polnischen Unabhängigkeitstag sind in Warschau 92 Deutsche festgenommen worden. Ein Polizeisprecher beklagte am Samstag „aggressives“ Verhalten der Demonstranten gegenüber Passanten und der Polizei. Polnischen Medien zufolge wurden vor allem Linksautonome festgenommen, die am Freitag gegen einen Aufmarsch von Nationalisten protestierten. Insgesamt sprach die Polizei von 210 Festgenommenen, darunter auch ein Spanier, ein Ungar und ein Däne. An dem Aufmarsch der Nationalisten, zu dem sich auch hunderte Fußballfans gesellten, nahmen mehrere tausend Menschen teil. Rund 2000 linksgerichtete Demonstranten und Anarchisten wollten den Nationalisten den Weg versperren. Als die linksgerichteten Demonstranten von der Polizei umstellt wurden, seien sie aggressiv geworden, sagte der Polizeisprecher Karczynski. Einschließlich der 40 Polizisten habe es „Dutzende“ Verletzte gegeben. Der polnische Unabhängigkeitstag wird am 11. November gefeiert und geht auf die deutsche Kapitulation nach dem Ersten Weltkrieg 1918 zurück. AFP

LIBYEN

EU eröffnet diplomatische Vertretung in Tripolis

Tripolis - Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat am Samstag in der libyschen Hauptstadt Tripolis eine diplomatische Vertretung der Europäischen Union eröffnet. „Wir sind hier, um zu unterstützen und zu helfen“, sagte Ashton bei der Eröffnungsfeier. Ashtons Angaben zufolge unterstützt die EU bereits die Förderung der Zivilgesellschaft in Libyen, vor allem Frauen und junge Menschen. Am Montag wollen die Außenminister der EU-Mitgliedsstaaten über weitere Hilfen für Libyen beraten. Dabei wird ebenfalls erwartet, dass sie Bedenken angesichts von Menschenrechtsverletzungen wie zum Beispiel Massenhinrichtungen während des Monate dauernden Konflikts äußern werden. AFP

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