Zeitung Heute : AUSLAND

USA

Republikaner: Palästinenser

sind ein „erfundenes Volk“

Washington - Der prominente US-Republikaner Newt Gingrich, der gute Chancen hat, als Kandidat seiner Partei in die Präsidentenwahl 2012 zu gehen, hat die Nahostpolitik von Präsident Barack Obama als realitätsfern kritisiert und die Palästinenser als „erfundenes Volk“ bezeichnet. In einem Interview des Fernsehsenders Jewish Channel sagte Gingrich: „Erinnern Sie sich, es hat nie einen Staat Palästina gegeben.“ Es sei bis ins frühe 20. Jahrhundert ein Teil des Osmanischen Reiches gewesen. „Ich glaube, dass wir ein erfundenes palästinensisches Volk haben, die faktisch Araber sind und historisch ein Teil der arabischen Gemeinschaft.“ Und sie hätten die Möglichkeit gehabt, in viele Gebiete zu gehen, sagte Gingrich in dem Interview, das der Sender im Internet veröffentlichte. rtr

SYRIEN

Stadt Homs abgeriegelt –

Opposition befürchtet Massaker

Kairo - Die syrische Opposition befürchtet ein Blutbad in der Protesthochburg Homs. Ein Aktivist sagte, dass Regierungstruppen die Provinz Homs praktisch abgeriegelt hätten. Mehr als 75 Kontrollstellen seien inzwischen an den Zufahrtstraßen installiert. Es gebe keinen Strom, kein Wasser, kein Benzin, auch fehle es an Medikamenten. Der oppositionelle syrische Nationalrat sprach von Vorbereitungen für ein Massaker. Auch am Samstag starben nach Angaben der Demokratiebewegung landesweit mindestens 13 Menschen. Am Montag will sich der UN-Sicherheitsrat erneut mit dem Konflikt befassen. dpa

JEMEN

Übergangsregierung

der nationalen Einheit vereidigt

Sanaa - Die neue jemenitische Übergangsregierung unter Führung von Oppositionschef Mohammed Basindawa ist am Samstag vereidigt worden. Das 34-köpfige Kabinett der nationalen Einheit, in dem die Opposition und der bislang regierende Allgemeine Volkskongress zu gleichen Teilen vertreten sind, wurde von Vizepräsident Abd Rabbo Mansur Hadi offiziell mit der Führung des Landes beauftragt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Saba meldete. Die Regierung soll für die Übergangsphase bis zum Rücktritt des langjährigen Präsidenten Ali Abdullah Saleh im nächsten Februar im Amt sein. Im Jemen protestiert die Opposition seit Januar gegen Saleh, der das arabische Land seit 33 Jahren regiert. Seit dem Beginn der Proteste wurden hunderte Menschen getötet. AFP

BELGIEN

Nach 541 Tagen: Neue Regierung

nun offiziell im Amt

Brüssel - Eineinhalb Jahre nach den Wahlen hat Belgien jetzt offiziell eine neue Regierung. Das Parlament sprach Premierminister Elio Di Rupo am Samstag das Vertrauen aus, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Die Regierungskoalition besteht aus Sozialisten, Christdemokraten und Liberalen aus beiden Landesteilen Flandern und Wallonien. Damit gehen in Belgien 541 Tage ohne gewählte Regierung zu Ende – ein Weltrekord. Die Bildung der Regierung hatte so lange gedauert, weil die Sprachgruppen der Flamen und Wallonen nicht zueinanderfanden. dpa

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