Zeitung Heute : AUSLAND

PAKISTAN

USA fordern Freilassung

eines Informanten im Fall bin Laden

Washington - Die USA fordern von Pakistan die Freilassung eines Informanten, der ihnen beim Aufspüren des Terrorführers Osama bin Laden geholfen hat. „Sie können jeden Schritt unternehmen, den sie wollen, um ihn zu disziplinieren, aber am Ende müssen sie ihn freilassen“, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta in einem Interview des US-Senders CBS. Die Rede ist von dem pakistanischen Arzt Shakil Afridi, der im vergangenen Jahr vom Geheimdienst des Landes wegen Kollaboration mit den Amerikanern festgenommen wurde. Er hatte eine inszenierte Impfaktion im pakistanischen Abbottabad organisiert, um für die USA an DNA von bin Laden zu kommen. Der Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September wurde schließlich im vergangenen Mai von einer US-Spezialeinheit erschossen. dpa

USA

Schwimmende Truppenbasis

offenbar im Nahen Osten geplant

Washington - Die US-Armee will einem Medienbericht zufolge im Nahen Osten eine schwimmende Operationsplattform errichten, von der aus Spezialkräfte zu Einsätzen starten sollen. Derzeit werde ein altes Kriegsschiff umgebaut, um als Plattform zu dienen, berichtete die Zeitung „Washington Post“ am Samstag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Dokumente. Die als „Mutterschiff“ bezeichnete Basis solle Hochgeschwindigkeitsbooten und Helikoptern als Stützpunkt dienen, wie sie in der Regel von der US-Eliteeinheit Navy Seals verwendet würden. Die US-Armee reagiere mit ihren Plänen auf die wachsenden Spannungen mit dem Iran und die anhaltenden Kämpfe im Jemen, berichtete die „Washington Post“. Vertreter der Marine sagten, die Arbeiten würden mit großer Eile vorangetrieben; die Plattform solle noch zu Beginn des Sommers in den Nahen Osten gebracht werden. Den Dokumenten zufolge könnte der schwimmende Stützpunkt im Persischen Golf eingesetzt werden. Im Dezember hatte der Iran gedroht, den Zugang zum Persischen Golf, die Straße von Hormus, zu blockieren. AFP

CHINA

Merkel lobt enge Zusammenarbeit

mit Peking

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat wenige Tage vor ihrer Chinareise die enge Zusammenarbeit mit der Volksrepublik trotz mancher Differenzen betont. „Es gibt Bereiche, in denen haben wir unterschiedliche Meinungen, zum Beispiel, was die Sanktionen gegenüber dem Iran und seinem Nuklearprogramm anbelangt“, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. In vielen anderen Fragen gebe es aber eine sehr enge Zusammenarbeit. Besuche und Gespräche dienten zudem dazu, Probleme zu erörtern, bei denen man nicht einer Meinung sei. Dazu gehörten auch Menschenrechtsfragen. Die Kanzlerin wird am Donnerstag politische Gespräche in Peking führen und am Freitag nach Guangzhou (Kanton) in Südchina weiterreisen. Laut „Focus“ will Merkel bei ihren Gesprächen um Pekings Unterstützung für das Ölembargo der EU gegen den Iran werben. dpa

KASACHSTAN

Proteste gegen

umstrittene Parlamentswahl

Almaty - In einer ungewöhnlich großen Protestaktion haben in Kasachstan am Samstag hunderte Menschen gegen die umstrittenen Parlamentswahlen demonstriert. Trotz eines massiven Polizeiaufgebots versammelten sich bis zu tausend Menschen am Rande des Platzes der Republik in der Stadt Almaty, der zuvor weitgehend abgeriegelt worden war. Die Regierungspartei Nur Otan von Präsident Nursultan Nasarbajew hatte bei den Wahlen knapp 81 Prozent der Stimmen bekommen. AFP

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