Zeitung Heute : AUSLAND

FRANKREICH

Pariser Polizei nimmt zwei Männer nach Mord an Kurdinnen fest

Paris - Nach der Ermordung von drei kurdischen Aktivistinnen in Paris sind zwei Männer festgenommen worden. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Justiz- und Polizeiangaben berichtete, stammen die beiden in der Türkei geborenen Kurden aus dem Umfeld der Ermordeten. Die Polizei sprach von einer „ernstzunehmenden Spur“. Über die mögliche Rolle der beiden Männer im Zusammenhang mit der Tat seien keine Einzelheiten genannt worden. Die Frauen waren in der Nacht zum 10. Januar mit Kopfschüssen getötet worden. Die Polizei sah Hinweise auf eine Exekution. dpa

VEREINTE NATIONEN

140 Staaten einigen sich

auf Reduzierung von Quecksilber

Genf - Nach vierjährigen Verhandlungen zur Reduktion von giftigem Quecksilber haben rund 140 Staaten – darunter Deutschland – in der Nacht zum Samstag einen Kompromiss für eine völkerrechtlich verbindliche Konvention erreicht. Die Konvention sieht längerfristig die Reduktion von Emissionen des flüssigen Schwermetalls in Industrieanlagen vor sowie mittelfristig weltweite Verbote für zahlreiche Produkte, die Quecksilber enthalten. „Nach sehr komplexen und oft nächtelangen Sitzungen haben die Staaten heute die Grundlage für eine globales Vorgehen gegen einen Schadstoff gelegt, dessen Gefährlichkeit seit mehr als einem Jahrhundert bekannt ist“, sagte Achim Steiner, der Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms (Unep) in Genf. Die Konvention wird im Oktober in der japanischen Stadt Minamata zur Unterzeichnung ausgelegt. dpa

USA

Ex-Bürgermeister von New Orleans wegen Korruption angeklagt

Washington - Ray Nagin, der als Bürgermeister von New Orleans während des Hurrikans „Katrina“ 2005 weltweit bekannt wurde, ist am Freitag wegen Korruption im Amt angeklagt worden. Nach Angaben der „Times Picayune“ wird dem einst populären und dann 2010 aus dem Amt geschiedenen Nagin unter anderem vorgeworfen, von städtischen Vertragspartnern Bestechungsgelder in Höhe von insgesamt mehr als 150 000 Dollar (rund 113 000 Euro) angenommen zu haben. Im Gegenzug habe er die Geschäftsleute etwa bei der Vergabe von Bauaufträgen begünstigt. Neben Geld soll der heute 56-Jährige von Geschäftsleuten auch Belohnungen in Form von luxuriösen Reisen für sich und seine Familie erhalten haben. dpa

GROSSBRITANNIEN

Referendum über die Zukunft

der Falkland-Inseln im März

Buenos Aires - Die Bewohner der Falkland-Inseln werden am 10. und 11. März über ihre weitere Zugehörigkeit zu Großbritannien abstimmen. Das Datum des Referendums habe die Inselregierung jetzt festgelegt, berichtete die argentinische Zeitung „Clarín“. Die Bewohner sollen über die Frage entscheiden, ob die Inseln ihren gegenwärtigen politischen Status als Überseegebiet des Vereinigten Königreiches beibehalten sollen. Es gilt als sicher, dass die überwiegend britischstämmige Bevölkerung mit Ja stimmen wird. Argentinien und Großbritannien streiten seit einigen Monaten wieder verschärft um die Inseln im Südatlantik, die östlich von Südargentinien liegen. Hintergrund ist vor allem die Ölsuche britischer Unternehmen im Meeresgrund um die Inseln. epd

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