Zeitung Heute : AUSLAND

PAKISTAN

Sharif erklärt sich zum Sieger

der Parlamentswahl

Neu-Delhi/Lahore - Der ehemalige Regierungschef Nawaz Sharif hat sich zum Sieger der Parlamentswahl in Pakistan erklärt. Seine Mitte-rechts-Partei Pakistanische Muslimliga (PML-N) habe den Urnengang vom Samstag gewonnen, sagte Sharif vor jubelnden Anhängern in Lahore. Zugleich lud er alle anderen Parteien ein, bei der Lösung der Probleme des Landes zu helfen. Die Pakistanische Gerechtigkeitsbewegung (PTI) von Ex-Cricket-Star Imran Khan räumte ihre Niederlage ein. Ungeachtet der Anschlagsdrohungen der Taliban hatten Millionen Pakistaner am Samstag bei den Parlamentswahlen ihre Stimme abgegeben. Dabei deutete sich eine mögliche Rekordbeteiligung von bis zu 60 Prozent der Wahlberechtigten an. „Der Andrang war unglaublich“, sagte der Chef der Wahlkommission, Fakhruddin Ibrahim. Vor allem in den Städten Karachi, Lahore und Peschawar bildeten sich lange Schlangen vor den Wahllokalen. Die Wahlen waren von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet. 670 000 Sicherheitskräfte befanden sich im Einsatz, um die 77 000 Wahllokale zu sichern. Die Taliban hatten eine ganze Welle von Selbstmordattacken angedroht. In Karachi starben 17 Menschen bei einem Anschlag auf ein Parteibüro, in Belutschistan wurden sechs Menschen bei zwei Angriffen getötet. Doch die befürchtete Anschlagsserie auf Wahllokale blieb aus. Die Wahlen gelten als Meilenstein für Pakistan: Erstmals in der Geschichte des Landes hielt eine zivile Regierung die volle Amtszeit durch, und es wurde eine neue gewählt, ohne dass das Militär vorher putschte. chm/AFP

USA

Festnahme nach Explosion

in texanischer Düngemittelfabrik

Washington - Gut drei Wochen nach einer Explosion in einer Düngemittelfabrik im US-Bundesstaat Texas mit 14 Toten und 200 Verletzten hat die Justiz strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen. Das US-Justizministerium teilte am Freitag zudem mit, ein Mann aus Texas sei wegen des Besitzes von zum Bombenbau geeigneten Materialien festgenommen worden. Das texanische Justizministerium betonte jedoch, dass zu einer möglichen Verbindung zwischen dem 31-Jährigen und der Detonation vom 17. April „derzeit“ keine Angaben gemacht werden könnten. AFP

Obama-Team wegen Anschlag

in Libyen erneut in der Kritik

Washington - Das Weiße Haus und das US-Außenministerium sind im Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi erneut in die Kritik geraten. Der Sender ABC-News warf der Regierung von US-Präsident Barack Obama am Freitag vor, interne Schreiben des Auslandsgeheimdienstes CIA manipuliert zu haben, um den Anschlag vom 11. September 2012 herunterzuspielen. Bei dem Angriff auf das Konsulat waren der US-Botschafter Christopher Stevens und drei weitere Diplomaten ums Leben gekommen. Aus den bearbeiteten Schriftstücken, die dem Sender vorlägen, seien alle Hinweise aus den Originalen gestrichen worden, die auf das mit Al Qaida verwandte Terrornetzwerk Ansar al Scharia gewiesen hätten. Entfernt worden seien auch Informationen darüber, dass die CIA im Vorfeld vor einem bevorstehenden Terroranschlag gewarnt habe. Die Sprecherin der damaligen Außenministerin Hillary Clinton, Victoria Nuland, habe die Änderungen initiiert. Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, hatte dies bereits dementiert. dpa

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