Zeitung Heute : Bahn-Chef sieht kein Recht zum Widerstand

Stuttgart - Mit scharfer Kritik haben die Gegner des Milliardenprojekts „Stuttgart 21“ auf Äußerungen von Bahn-Chef Rüdiger Grube reagiert, der ihnen das Recht auf Widerstand abgesprochen hatte. Gangolf Stocker, einer der Protest-Initiatoren, sagte, über dieses Recht bestimme das Grundgesetz, nicht der Bahn-Chef. Dies sei „Demokratie aus Sicht eines Industriellen“. Grube hatte der „Bild am Sonntag“ gesagt: „Ein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau gibt es nicht!“ Das Bauprojekt sei demokratisch legitimiert. „Bei uns entscheiden Parlamente, niemand sonst.“ Sie hätten „das Dutzende Male“ getan, „immer mit großen Mehrheiten“.

Unterdessen hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) signalisiert, dass Gespräche über Änderungen an „Stuttgart 21“ möglich seien. Er setze sich dafür ein, „dass gemeinsam über Möglichkeiten gesprochen wird, wie Optimierungen, Veränderungen und Verbesserungen erreichbar sind“, sagte er dem „Handelsblatt“.dapd/Tsp

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben