Zeitung Heute : Ballettbeauftragter

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Gerhard Brunner als "Projektmanager" für das BerlinBallett vorgestelltluziDer Grazer Intendant Gerhard Brunner wird ab 1.Februar Kultursenator Radunski bei der geplanten Umstrukturierung der Berliner Ballettszene beraten; der neue Projektmanager "BerlinBallett" wurde gestern von Radunski der Presse vorgestellt.Die Strukturreform sieht eine Fusion der drei bestehenden Ballettensembles zu einem "BerlinBallett" vor, das aus einer klassischen und einer modernen Kompanie bestehen wird.Er verstehe sich selbst vornehmlich als Moderator und Koordinator, seine Aufgabe sei es, Verbündete zu suchen und Gespräche in Gang zu bringen, sagte Brunner.Berlin habe die Chance, ein Modell zu schaffen, daß europaweit bestehen könne.Nahziel sei die Koordination und Kooperation zwischen den Opernhäusern zu verstärken, als Fernziel nannte Brunner die Autonomie des Balletts.Er wolle versuchen, stilbildende Choreographen nach Berlin zu holen, wolle sich aber nicht nur auf große Namen kaprizieren.Den "Wunderchefchoreographen" werde er auch nicht finden, meinte der Ballettbeautragte, mit einer Leitfigur sei es zudem nicht getan, zusätzlich seien choreographische Residenzen einzurichten.Derzeit investiert Berlin rund 28 Millionen Mark in Ballett und Tanz, davon entfallen 23 auf die Ballettensembles der Opernhäuser.In Zukunft sei nur mit geringen Kürzungen zu rechnen, erklärte Radunski.Als Sparmeister würde er nicht antreten, wenn er nicht glauben würde, etwas Positives bewirken zu können, sagte Brunner.Der Ballettbeauftragte plant, alle zwei Wochen zwei Tage in Berlin zu weilen, sein Büro wird er im Podewil beziehen.Im Alleingang sei seine Aufgabe nicht zu bewältigen, meinte Brunner, er wolle sich deshalb ein starkes Team suchen.Auch der Zeitplan sei recht knapp bemessen.Der Vertrag des Projektmanagers läuft bis zum Jahr 2000, vorher ist auch nicht damit zu rechnen, daß die die geplanten Maßnahmen greifen.Abrupte Schritte seinen nicht vorgesehen, bei der geplanten Reduzierung der Tänzerstellen werde nach einer sozialverträglichen Lösung gesucht.120 Tänzerpositionen seien die Untergrenze.Seine vorrangige Aufgabe sieht Gerhard Brunner darin, zunächst einmal positive Signale zu setzen.Er glaube an die vorhandene Qualität in der Stadt, die Attraktivität Berlins sei nicht zu unterschätzen.

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