Zeitung Heute : Bankgesellschaft Berlin: Die BGB-Schieflage in Zahlen

ball

Ursprünglich plante die Bankgesellschaft Berlin (BGB) für 2000 eine Risikovorsorge von 500 Millionen Euro. Da das Geschäftsergebnis 762 Millionen Euro betragen soll, wäre ein Überschuss von 262 Millionen Euro entstanden. Diese Rechnung gilt nicht mehr. Bei ihrer Tochter LBB stellte die BGB einen neuen Wertberichtigungsbedarf (WB) von 180 Millionen Euro fest. Damit erhöht sich die Risikovorsorge auf 680 Millionen Euro. Dieser Betrag wird weiter steigen, das erwarten die BGB-Manager, weil das Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen die BGB derzeit überprüft. Darüber hinaus hat die BGB einen Kapitalbedarf, weil sie die IBAG "zurückkaufen" muss. Deren Wert war in einer Vorstandsvorlage Ende 2000 mit rund 800 Millionen Euro beziffert worden. Wie die Bank dem Tagesspiegel mitteilt, will sie aber hier "sowohl eine Anpassung der Bewertung der IBAG, wie auch eine Überarbeitung des Rückstellungs- und Wertberichtigungsbedarfs bei der IBG" durchführen. Im Klartext: die erst vor drei Monaten ermittelten Werte gelten nun nicht mehr. Weitere Risiken von 750 Millionen Mark, aber vorerst keinen WB, drohen der BGB aus Kredit-Geschäften im Immobilienbereich.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar