Zeitung Heute : Beachtenswertes bei einer soliden Bauvorbereitung

Ratgeberreihe vom Verband Deutscher Makler (VDM) und Potsdam am Sonntag - Teil 19

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Potsdam (PamS). Sie erinnern sich? Robert und Sabine planen den Erwerb der eigenen vier Wände. Baugrundstück ist vorhanden, die Entscheidung für die Baufirma gefallen, die passende Bank ist ausgesucht. Die Verträge sind geprüft und eigentlich steht dem Baubeginn nichts mehr im Wege. So denken auch Robert und Sabine.

Zum Glück haben sie sich bereits mit ihrem künftigen Nachbarn gut angefreundet, der ihnen einige nützliche Tipps aus eigener Bauerfahrung geben kann. Bevor der erste Bagger auf das Grundstück fährt - besser noch vor Kauf des Grundstücks und Abschluss des Bauvertrages - sollten Robert und Sabine eine Bodenuntersuchung auf dem Grundstück veranlassen. Denn der Grundstückseigentümer trägt das Risiko, wegen nicht vorhersehbarer Boden- und Wasserverhältnisse nicht oder nur mit erheblich höheren Kosten bauen zu können.

Wichtig: Bodengutachten als Bestandteil des Bauvertrages

Stichwort Wasserader, die jegliche Freude an einem Keller verderben kann. Nur wenn Klarheit über erforderliche Sondermaßnahmen wie Bodenaustausch oder Bodenverdichtung, Bodenwanne oder Drainage herrscht, besteht auch die Chance für eine realistische Kostenermittlung. Ich kann nur den Tipp geben, ein Bodengutachten in Auftrag zu geben, es vor dem Abschluss des Bauvertrages dem Baupartner zu übergeben und zum Bestandteil des Hausbauvertrages zu erheben. Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Detail, der Grundstück- oder Liegenschaftsvermessung. Sie ist immer dann notwendig, wenn das Grundstück noch nicht vermessen ist, wenn kein amtlicher Lageplan exisitert, eine Grundstücksteilung erfolgen soll, ein Gebäude errichtet bzw. ein Gebäude vermessen werden soll. Für die Erstellung der Bauantragsunterlagen benötigt man einen amtlichen Lageplan, in den das künftige Haus einschließlich der Höhenangaben eingezeichnet wird - analog die Entwässerungsplanung und der Verlauf der Medienleitungen.

Preisangebot für die Vermessung einholen

Zur üblichen Vermessungsleistung - und das kann nur ein öffentlich bestellter Vermessungsingenieur tun, zählen außerdem die Einmessung des geplanten Bauwerks und die katastermäßige Schlusseinmessung des fertiggestellten Gebäudes. Bevor man jedoch den Auftrag erteilt, sollte man sich ein verbindliches Preisangebot übermitteln lassen. Und nicht vergessen - rechtzeitig die Vermessungsleistung veranlassen.

Angesichts der Vielfalt der zu beachtenden Dinge beim Erwerb der eigenen vier Wände haben Potsdam am Sonntag und der Verband Deutscher Makler gemeinsam mit weiteren Partnern die Durchführung eines Bauherrenabends geplant. Mittels Fachvorträgen wie auch dem Gesprächsangebot von Immobilienfachleuten, Finanzdienstleistern, Bauingenieuren, Gutachtern und Anwälten soll ein Beitrag geleistet werden zu mehr Transparenz und Sicherheit beim Immobilienerwerb.

Der Bauherrenabend findet statt am 14. März im Schlosshotel Cecilienhof. Weitere Informationen erhält man unter www.bauherrenabend.de . Anmeldungen bitte über die genannte Homepage oder per Fax 030 67068731.

Der Autor Piotr Zelazny ist Pressesprecher im VDM Landesverband Brandenburg.

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