Zeitung Heute : BEIRUT-FILM

Falafel

Mani Beckmann

Eine sommerliche Nacht im Beirut des Jahres 2006. Der junge Libanese Toufic fährt mit dem Moped durch die Stadt und genießt das Leben. Als es mit einem BMW-Fahrer wegen eines Kratzers am Wagen zum Streit kommt und Toufic geschlagen wird, kippt die Stimmung. Statt die Demütigung zu vergessen, macht sich Toufic auf die Suche nach dem Mann. Toufics Freunde befürchten das Schlimmste und fahnden nach ihm. Gemächlich plätschert der Debütfilm von Michel Kammoun dahin. Der Regisseur beschwört das Skurrile der Situationen und lässt seine Figuren zu treibender Musik durchs nächtliche Beirut irren, ohne jedoch die Magie des Ortes oder das Wesen der Personen einzufangen. Durch die aktuellen Ereignisse in Beirut wirkt der Film schon jetzt anachronistisch – wie ein etwas belangloser Traum. Von der Realität überholt. Mani Beckmann

„Falafel“, Libanon 2006, 83 Min., R: Michel Kammoun, D: Elie Mitri, Gabrielle Bou Rached

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