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BEISPIEL JAPAN : Das Grabenwahlsystem

07.01.2013 00:00 Uhr

Eine Variante, die auch in Deutschland einige Anhänger hat, ist das Grabenwahlsystem. Dies ist eine

Mischung aus Mehrheits- und Verhältniswahl. Ein Teil der Mandate geht an die Wahlkreisgewinner, der Rest wird nach Parteienproporz verteilt. Es gibt keine Verrechnung, keinen Ausgleich dazwischen – es besteht also sozusagen ein Graben (man spricht auch von Parallelwahl). In Japan wird so gewählt, auch in Mexiko. Das System nützt vor allem stärkeren Parteien. Es vermeidet aber den Nachteil des reinen Mehrheitswahlrechts, dass kleine Parteien gar nicht oder nur mit einzelnen Abgeordneten im Parlament sind.

„Nicht legitimierbar“, sagt jedoch der Bonner Politologe Frank Decker, weil die Verlierer der Parteienentwicklung der letzten 30 Jahre, Union und SPD, zu Gewinnern würden. 2009 hätte der Bundestag etwa so ausgesehen: Union 325 statt 237 Sitze, SPD 137 statt 146 (wegen des damals extrem schlechten Abschneidens), FDP 46 statt 93, Linke 54 statt 76, Grüne 36 statt 68. afk

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