BEISPIELE FÜR AUSGRÜNDUNGEN : Neue Lösungen für Flugzeugbau und Handyproduktion

CNTherm



Kohlenstoff-Nanoröhren gelten als Werkstoff der Zukunft: Sie sind reißfest, leiten Wärme und elektrischen Strom – und sie lassen sich mit anderen Trägermaterialien kombinieren. Es gibt nur ein Problem: Noch verklumpen die Kohlenstoffverbindungen, wenn man sie in andere Kunststoffe einarbeitet. In CNTherm, einem Start-up-Unternehmen, das sich aus der Focus Area NanoScale gegründet hat, arbeiten Wissenschaftler daran, die Nanoröhren so zu verändern, dass sie vereinzelt in Trägermaterialien eingearbeitet werden können.

Praktisch nutzbar sind die neuen Werkstoffe beispielsweise im Flugzeugbau: Hier ersetzen Kohlefaserverbindungen zunehmend Leichtmetalle wie Aluminium.

Doch weil der neue Werkstoff keinen elektrischen Strom leitet, muss er weiter mit Metall verkleidet werden, damit die Flugzeugtechnik gegen Blitzeinschläge geschützt ist. Mit Nanoröhren veredelte Werkstoffe könnten dieses Metall bald überflüssig machen.

Nanopartica

Gold steckt in jedem Smartphone, es leitet Strom in den Schaltkreisen unserer Autos, und es ist aus der Medizintechnik nicht wegzudenken. Doch Gold ist ein sehr teurer Rohstoff.

Den Verbrauch durch intelligente Nanotechnologie zu reduzieren, ist Ziel der NanoScale-Ausgründung Nano-Partica: Die Forscher bauen leitfähige Goldschichten in einem speziell entwickelten Sandwichsystem in andere Trägermaterialien ein. Dabei bleibt die Leitfähigkeit des Goldes erhalten, gleichzeitig können bis zu 95 Prozent des Metalls eingespart werden.

Ein weiterer Vorteil: Die neuen Materialien sind wesentlich härter als das doch recht weiche Metall Gold. mth

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