Zeitung Heute : Bericht: Verbraucher zahlen Microsoft zuviel

Verbraucher weltweit haben für die Produkte des US-Softwareriesen Microsoft in den vergangenen drei Jahren zehn Milliarden Dollar (16,7 Milliarden Mark) zuviel gezahlt.Grund sei vor allem die marktbeherrschende Stellung des Redmonder Unternehmens im Bereich der Betriebssysteme, dem Kernstück eines jeden Computer-Systems, heißt es in einem am Freitag von verschiedenen Organisationen, darunter dem US-Verbraucherverband CFA, veröffentlichten Bericht.

In den vergangenen drei Jahren seien weltweit rund 250 Millionen Computer verkauft worden, die mit Windows-Betriebssystemen von Microsoft ausgestattet sind.Verglichen mit anderen Anbietern von vergleichbaren Betriebssystemen habe Microsoft dabei zwischen 35 und 45 Dollar pro Einheit zuviel verlangt.In dem Bericht wird das Unternehmen von Bill Gates aufgefordert, den enormen Aufpreis für seine Software den Kunden zurückzuzahlen.Wie das konkret geschehen soll, darüber gab es jedoch bisher noch keine Informationen.

Dennoch werden die Redmonder die Forderung wohl kaum einfach unter den Tisch fallen lassen können.Schließlich muß sich das Softwareunternehmen augenblicklich in einem spektakulären Kartellverfahren in den USA verantworten.Die US-Regierung und Bundesstaaten klagen gegen Microsoft wegen Monopolmißbrauchs.Der Hauptvorwurf lautet, der Konzern habe den Internet-Browser "Explorer" zu einem festen Bestandteil seines Betriebssystems Windows gemacht, mit dem weltweit neun von zehn PCs ausgestattet sind.Damit habe Microsoft bei den Internet-Browsern unfaire Geschäftsmethoden angewandt und der Konkurrenz Marktanteile genommen, lautet der Vorwurf.

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