Zeitung Heute : BERICHTE VON DER AAA

Absatzrekord für Daimler

Die Mercedes-Benz AG profitiert weiterhin von der guten Auto-Konjunktur und wird ihr Ziel eines Rekordabsatzes von 300 000 Pkw und 100 000 Nutzfahrzeugen in diesem Jahr mit Sicherheit erreichen.Diese Prognose äußerte der Vorsitzende der Mercedes-Benz-Geschäftsleitung, Eckhard Panka, am Freitag in Berlin.Der Pkw-Absatz einschließlich September sei mit 252 000 Einheiten um 25 Prozent höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.Der Absatz von Transportern sei mit 46 000 Einheiten um 5,5 Prozent gestiegen und 26 000 Lkw-Einheiten bedeuteten einen Zuwachs von 14 Prozent.Von der neuen S-Klasse, die am 24.Oktober ausgliefert wird, sollen jährlich rund 80 000 Stück produziert werden.Hauptabsatzmarkt seien neben Deutschland die USA, Westeuropa und Japan.In das neue Spitzenmodell, von dem in diesem Jahr noch 17 000 in Sindelfingen produziert werden sollen, hat Daimler nach eigenen Angaben rund 1,6 Mrd.DM investiert.Die Entwicklungszeit betrug 52 Monate.

Audi-Coupé läuft gut

Der Automobilhersteller Audi erwartet für sein neues TT-Modell einen jährlichen Absatz von 30 000 Stück.Für das neue Coupé lägen bereits 13 000 Bestellungen vor, sagte Deutschland-Vertriebschef Heinz-Herrmann Nagel am Freitag in Berlin auf der Automesse.Der Autoabsatz des Ingolstädter Unternehmens sei im ersten Halbjahr weltweit um zehn Prozent auf 303 000 Fahrzeuge gestiegen.In Deutschland seien bis August 162 500 Wagen ausgeliefert worden, womit ein Marktanteil von 6,5 Prozent erreicht worden sei.Zur Stärkung des Vertriebs der VW-Tochter sollen bis Jahresende weltweit 400 Autozentren eröffnet werden.Auf Basis der neuen Händlerverträge sollen dann bis Ende 1999 rund 970 Mill.DM in neue Audi-Handelsbetriebe investiert werden, davon gut 90 Mill.DM in den neuen Bundesländern.

Jeder 10.Stoßdämpfer defekt

11,3 Prozent der Autos in Deutschland haben mindestens einen defekten Stoßdämpfer und sind damit bereits ein Verkehrssicherheitsrisiko.Das ergab die zweite bundesweite Stoßdämpfer-Verkehrssicherheitsaktion im Juni 1998, bei der rund 17 000 Autos aus zehn Bundesländern von den Besitzern freiwillig zur kostenlosen Untersuchung gebracht worden waren.Wie der Vorsitzende des Instituts für Verkehr und Umwelt (IVU) der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg, Günter Sabow, am Freitag in Berlin mitteilte, ergaben die gemeinsamen Tests mit Herstellern, Technischen Überwachungsvereinen, Dekra und dem deutschen Kraftfahrzeuggewerbe, daß 6,1 Prozent der Pkw an der Vorderachse keine ausreichende Dämpfung der Stoßdämpfer hatten und 6,5 Prozent an der Hinterachse.Bei knapp 1,5 Prozent der Fahrzeuge waren an beiden Achsen die Stoßdämpfer defekt und die Fahrzeuge damit kaum noch fahrtauglich, sagte Sabow.

Als defekt werden Stoßdämpfer eingestuft, die unter 70 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung erbringen.Nach Expertenangaben bewirken unzureichende Raddämpfungen eine Verlängerung der Bremswege und der Aquaplaninggefahr schon bei niedrigen Geschwindigkeiten; Reifen- und Fahrwerkverschleiß steigen.Sabow zufolge zeigt die hohe Zahl der freiwilligen Teilnehmer an der 14tägigen Testaktion, daß immer mehr Autofahrer bewußter auf die Bedeutung der Fahrzeugtechnik und auch der Stoßdämpfer für Verhalten und Sicherheit des Pkw achten.Der Gesetzgeber sollte hieraus die Konsequenz ziehen, die Stoßdämper in die Prüfungen bei den Kraftfahrzeug-Hauptuntersuchungen aufzunehmen, regte er an.Die Tests im Juni ergaben, daß die Mängelrate bis zu einer Laufleistung von 200 000 Kilometern konstant zunimmt.Bei den bis sieben Jahre alten Autos liegt die Mängelrate bereits bei zehn Prozent, zehn Jahre und ältere Pkw haben eine Defektrate von rund 17 Prozent.

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