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Berliner Design : Spielerisch ironisch

05.10.2012 00:00 Uhrvon
Diese zauberhaften, aufwendig in Handarbeit gestalteten Nachtleuchten sind ein künstlerischer Ausdruck von Gianni Plescias Faszination für Japan.Bilder
Diese zauberhaften, aufwendig in Handarbeit gestalteten Nachtleuchten sind ein künstlerischer Ausdruck von Gianni Plescias Faszination für Japan. - Foto: Voltaberlin

Gianni Plescia kommt vom Bühnenbild und hat viele Stationen als Künstler durchlaufen, bis er sich in Berlin dem Entwerfen von Lampen und Möbeln widmete. Voltaberlin steht für Funktionalität und einen Hauch Fernost.

Voltaberlin ist ein neues Leuchten- und Möbellabel, das 2011 von Gianni Plescia gegründet wurde. Sein Markenzeichen sind in Handarbeit produzierte Prototypen, die von puristischem, klarem Design geprägt sind. Jedes Stück ist ein Unikat, das man je nach Wunsch auch individuell anpassen lassen kann. Dabei ist Plescia kein klassischer Produktdesigner, sondern Künstler. „Angefangen habe ich mit Bühnenbild“, erzählt er. Aber er habe schnell gemerkt, dass ihn die große Inszenierung nicht reizt. „Viel interessanter war für mich immer das Verhältnis Mensch – Objekt. Außerdem waren für mich die Gegenstände auf der Bühne wichtiger als die Szenerie.

Also beschloss Plescia in Maastricht freie Kunst zu studieren. Später eröffnete er dann in Rotterdam ein Atelier und blieb zehn Jahre, bevor er 2002 nach Berlin kam. Auch wenn er als Künstler nach wie vor in erster Linie Objekte entwirft, hat er schon während des Studiums individuelle Möbel und Leuchten als Auftragsarbeiten angefertigt. Da lag die Gründung einer eigenen Marke nicht fern.

Und in Anbetracht seiner Ausbildung und Neigung wundert es auch nicht, dass Plescias Möbel und Lampen, die in seinem Berliner Atelier entstehen, eher wie Objekte wirken: modern und dennoch zeitlos, funktional und ästhetisch zugleich, unaufdringlich und elegant. Vor allem seine teils filigranen, teils robusten Stehleuchten aus Aluminium und Edelstahl mit Namen wie „R2D2“, „Gong“, „Spriess“ oder „Beamer“ zeugen von einem sicheren Gespür für klassische Formen und Proportionen gepaart mit einem ironischen Blick auf den Futurismus der 60er Jahre und einem spielerischen Umgang mit unterschiedlichen Materialien. Am liebsten arbeitet Plescia dabei mit Metall, Holz und verschiedenen Kunststoffen, um seine leuchtenden Einzelstücke herzustellen. Auf Masse setzt er nicht.

Gianni Plescia, geboren 1963 in Wendlingen, steht in der Tradition des Bauhaus: "Ich mag es schlicht, aber schön".Bild vergrößern
Gianni Plescia, geboren 1963 in Wendlingen, steht in der Tradition des Bauhaus: "Ich mag es schlicht, aber schön". - Foto: Voltaberlin

„Ich zeichne meine Entwürfe auch vorher nicht“, verrät er. „Lieber arbeite ich direkt mit dem Material, um die Idee, die ich im Kopf habe, umzusetzen.“ So gerate er auch nicht in Versuchung zu viel an einem Stück herumzudoktern bis es möglicherweise fummelig oder overdesigned ist. „Ich mag es schlicht, aber schön“, so Plescia. Und das reflektieren insbesondere seine Lampen, die ihm mehr Gestaltungsfreiheit geben als die Möbel. Der Charme der Lampen lebt nicht nur vom Design allein, sondern auch von nützlichen Details wie verstellbaren Füßen, die man an den Stehleuchten „Gong“ und „Beamer“ findet. „Sie sorgen auch in einer Altbauwohnung dafür, dass die Lampe nicht schief im Raum steht“, meint der Künstler und spricht aus eigener Erfahrung.

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