Zeitung Heute : Berliner kündigen Kooperation mit großem Hamburger Studiobetrieb an

Der Axel Springer Verlag und Studio Hamburg haben ihre Zusammenarbeit im Bereich der TV- und Kinofilmproduktion stark ausgebaut. Dazu hat der Axel Springer Verlag (Berlin) eine 25prozentige Beteiligung an der ProFilm-Gruppe (Hamburg) von Studio Hamburg übernommen, die zu den bedeutendsten deutschen TV- und Kinofilmproduktionen zählt. Dies teilten die beiden Unternehmen am Sonnabend in Hamburg mit.

Ferner gründeten sie ein gemeinsames Joint Venture, die Metropol Film- und Fernsehgesellschaft in Berlin, an der beide Partner jeweils 50 Prozent halten. Mit den gemeinsamen Aktivitäten soll 1999 ein Umsatz von 250 Millionen DM erzielt werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Unter dem Dach der ProFilm-Gruppe sind fast alle Bereiche der Filmproduktion von Studio Hamburg gebündelt. Die ProFilm-Gruppe produziert Filme, Serien, Magazine und Kinderprogramme für öffentlich-rechtliche und private TV-Sender.

Mit der Beteiligung baut der Axel Springer Verlag seine TV-Aktivitäten weiter konsequent aus. "Mit ProFilm haben wir den Fiction-Bereich bei unseren Engagements bei TV-Produktionen ideal ergänzt und deutlich gestärkt", meinte Ralf Kogeler, Vorstand Elektronische Medien im Axel Springer Verlag. Der Verlag will die Kooperation vom Jahr 2000 an auch verstärkt für mögliche eigene Produktionen fürs Pay-TV nutzen.

Für Studio Hamburg, das eine 100-prozentige Tochter der NDR Media GmbH vom Norddeutschen Rundfunk ist, ist die "strategische Partnerschaft" ein "deutlicher Schritt nach vorne": "Hier haben sich zwei Wunschpartner gefunden, die beide in Hamburg und Berlin ein Standbein haben", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Studio Hamburg, Martin Willich.

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende von Studio Hamburg und NDR-Intendant Jobst Plog zeigte sich über die Zusammenarbeit sehr erfreut. "Der Axel Springer Verlag ist ein besonders nahe liegender Partner. Und die Zeiten, als Springer und NDR nur über Gegendarstellungen kommuniziert haben, liegt mehr als 20 Jahre zurück."

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