BERLINER SPITZENKÖCHE verraten ihre Tricks : Gurken-Linsen-Gemüse

Carmen Krüger

Das Gurken-Linsen-Gemüse kann man praktisch zu allem essen. Ich mag es besonders gerne zu Fisch. Durch die grünen Gurken und die roten Linsen wirkt es schön sommerlich bunt.

Erst mal werden zwei geschälte Salatgurken längs halbiert und die Kerne mit dem Teelöffel rausgekratzt, das Fleisch in Stücke geschnitten, ungefähr einen halben Zentimeter dick. Mit ein bisschen Salz bestreut lässt man die Gurken eine Weile durchziehen und kocht sie in Salzwasser kurz bissfest – das geht ganz schnell, rein, raus. Und dann in kaltem Wasser abschrecken, damit sie diese schöne grüne Farbe behalten, und auf einem Sieb abtropfen lassen. Vier Esslöffel rote Linsen werden ebenfalls in Salzwasser weich gekocht, zehn, maximal 15 Minuten. Bei den roten Linsen muss man unheimlich aufpassen, die werden ja schnell zu Brei – am besten am Herd stehen bleiben.

Dann zerlässt man 30 Gramm Butter in der Pfanne und schwitzt darin die Gurkenstückchen leicht an. Abgeschmeckt werden sie mit ein bisschen Salz, Pfeffer, Zitronensaft – und bei mir muss ja immer die berühmte Prise Zucker daran. Die Linsen hebt man darunter und schwenkt sie auch noch mal mit durch. Am Schluss verfeinert man das Gemüse mit etwas Dill und zwei Esslöffeln Schmand oder Crème fraîche, dadurchwird das Gemüse schön cremig.

Jetzt bei der Hitze können Sie auch eine Götterspeise von der Salatgurke machen: zwei, drei Biogurken ungeschält halbieren, entkernen, entsaften oder im Mixer pürieren und in einem Tuch abtropfen lassen. Ausdrücken, einen halben Liter Saft abmessen und sechs Blatt eingeweichte, ausgedrückte Gelatine in etwas erwärmter Gurkenflüssigkeit auflösen. Unter den restlichen Saft geben, in eine Form füllen und im Kühlschrank gelieren lassen.

Carmen Krüger kocht in ihrem Restaurant Carmen in Eichwalde bei Berlin

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