Zeitung Heute : Berliner Tagesspiegel

Mit der Übertragungstechnik ADSL fließen die Daten schnellerDie Abkürzung ADSL steht für Asymmetric Digital Subscriber Line.Im Gegensatz zur herkömmlichen Modem-Technologie werden die Daten nicht als analoge Tonsignale, sondern immer als Digitalsignale, wie sie auch innerhalb des Computers genutzt werden, übertragen.Das Interessante an der ADSL-Technik ist, daß die Bandbreite, also die Übertragungskapazität von herkömmlichen Kupfer-Doppeladern des Telefonnetzes, erheblich besser genutzt werden.Bei Telefongesprächen wird nur der Frequenzbereich von 400 bis 3400 Hertz benötigt.Nur dieser eingeschränkte Bereich stand bislang auch den zur Datenkommunikation notwendigen Modems zur Verfügung.ADSL ist nun in der Lage, das gesamte Frequenzspektrum, das mit den Kupferadern bereitsteht, zu nutzen.Dadurch läßt sich die Übertragungskapazität von der Endstelle zur Vermittlung auf 1 Megabit und in umgekehrter Richtung zum angeschlossenen Computer sogar auf 8 Megabit je Sekunde steigern.Zum Vergleich: Selbst bei Nutzung beider ISDN-Kanäle steht derzeit eine maximale Übertragungsrate von 128 Kilobit je Sekunde zur Verfügung.Die ADSL-Technik kann jedoch nur unter bestimmten Bedingungen eingesetzt werden.Zum einem muß sowohl in der Vermittlungsstelle als auch beim Nutzer die entsprechende Hardware zur Signalverarbeitung bereitstehen.Zum anderen ist die Entfernung des Computers zur nächsten Vermittlungsstelle auf wenige Kilometer beschränkt, dann muß das Signal über ein breitbandigeres Medium wie ein Kupferkoaxial- oder ein Glasfaserkabel weitergeleitet werden.Und über ein weiteres Handicap wird derzeit noch gar nicht geredet: Wird ADSL nach den Tests in den Pilotprojekten im größeren Maße angeboten, dürfte dies die nationalen und internationalen Netze vor größere Probleme stellen.Denn selbst die Ringnetze der Telekom übertragen derzeit erst mit einer Übertragungsrate von 155 Megabit pro Sekunde. sag

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