BERÜHMTE KÖPFE : Edle Herkunft und edle Haltung

Im 18. Jahrhundert war es dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland in enger Personalunion verbunden, was dem vor einigen Jahren als „Prügel-Prinz“ in die Schlagzeilen geratenen Welfenspross Prinz Ernst August von Hannover heute eigentlich einen Platz in den 50er Rängen der britischen Thronfolge sichert. Allerdings hat er mit Prinzessin Caroline von Monaco eine Katholikin geheiratet, was ihn von der Thronfolge ausschließt.

Der im 17. Jahrhundert geborene Gelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz, Namenspatron für die Uni in Hannover und des berühmten Kekses, begründete das duale System, schuf eine Rechenmaschine, plante ein Unterseeboot und legte die Grundlagen für eine Witwen- und Waisenrente.

Margot Käßmann wirkte bis zu ihrem spektakulären Rücktritt nach einer Trunkenheitsfahrt als streitfreudige Landesbischöfin von der Kanzel der Marktkirche in Hannover. Die vierfache Mutter machte sich für Flüchtlingsrechte stark und kritisierte den deutschen Bundeswehreinsatz in Afghanistan. In Ihrer Neujahrspredigt 2010 fiel der inzwischen berühmt gewordene Satz: „Nichts ist gut in Afghanistan“. Aber auch für und gegen alltägliche Dinge setzte sie sich ein: So geißelte sie den bereits im Spätsommer startenden Lebkuchenverkauf als unchristlich. Sie sprach öffentlich über ihre Brustkrebserkrankung und über ihre Scheidung. Tsp/pml

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