Zeitung Heute : Betrunkener Fußgänger muss Schaden ersetzen

Läuft einem Autofahrer ein betrunkener Fußgänger ins Auto, muss dieser allein für alle entstandenen Schäden aufkommen. In diesem Fall gilt die so genannte Gefährdungshaftung nicht, stellt die ARAG-Versicherung in Düsseldorf fest. Sie beruft sich dabei auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Dresden (Aktenzeichen: 11 U 3252/99).

Der Begriff "Gefährdungshaftung" unterstellt, dass von jedem Auto allein durch seine Anwesenheit im Straßenverkehr ein gewisses Risiko ausgeht. Bei Unfällen trifft den Fahrer also schnell eine relative Mitschuld. Autofahrer müssten jedoch nicht damit rechnen, dass auf einer viel befahrenen Straße in der Stadt ein stark angetrunkener Passant auf die Fahrbahn torkele. Dieser müsse deshalb nicht nur für seine Behandlungskosten, sondern auch für die Schäden am beteiligten Wagen aufkommen.

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