Zeitung Heute : BIOPIC

J. Edgar.

von

Clint Eastwood hat sich J. Edgar Hoover vorgenommen, den Gründer und langjährigen Chef des FBI. „J. Edgar“ erzählt Hoovers Lebensweg vom Eintritt in den Staatsdienst bis zum Tod, stets begleitet von den Weggefährten Helen Gandy, seiner Sekretärin (Naomi Watts), und Clyde Tolson, Stellvertreter und heimliche Liebe (Armie Hammer). Eastwoods Talent für Zwischentöne kommt in einfühlsamen Szenen mit Hoovers Mutter (Judy Dench) oder Tolson zum Tragen. Die bedrückende Atmosphäre in spärlich ausgestalteten Räumen verleiht dem Film unterschwellige Intensität. Aber die Verschachtelung der Zeitebenen hat zur Folge, dass der Film nie richtig in Fluss kommt. Und als Portrait ist „J. Edgar“ allzu zärtlich geraten. Hoover war nicht einfach nur stur und eitel. Er war ein Tyrann, der aus dem Verborgenen herrschte und viele Leben zerstörte. Kontrovers.Sebastian Handke

USA 2011, 137 Min., R: Clint Eastwood, D: Leonardo DiCaprio, Naomi Watts, Armie Hammer, Judy Dench

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