Zeitung Heute : Botox, Cremes und Peeling

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Die positive Sicht auf die Dinge wäre diese: Falten erzählen etwas vom Leben. Das sagt zumindest die Berliner Hautärztin Beate Tebbe. Trotzdem: Zum Arzt gehen heute auch Menschen, die sich wünschen, ihr Gesicht möge nicht so schnell so viel zu erzählen haben… Und so können Dermatologen dann helfen.

„Wir messen Talgproduktion und Wasserverlust, und auf dieser Grundlage empfehlen wir zunächst die richtige Pflegecreme", sagt Beate Tebbe. Weil Licht die Faltenbildung fördert, empfiehlt sie außerdem eine Creme mit Lichtschutzfaktor . Auch die richtige Ernährung könne helfen, die Haut zu glätten, sie sollte genug Vitamine und Antioxidanzien enthalten. Frau Tebbe warnt aber vor der Überdosierung von Nahrungsergänzungsmitteln.

Etwas unsanfter, aber auch schneller als die Schönheitvon-innen-Methode wirkt chemisches Peeling mit hochkonzentrierter Fruchtsäure. Es wird vom Hautarzt über mehrere Wochen hinweg einmal in der Woche angewandt. Durch leichte Verätzungen wird das Wachstum tieferer Hautschichten angeregt - eine Gratwanderung, die Erfahrung erfordert.

Beliebtestes Mittel der Ent-Faltung ist zurzeit wohl Botox – Botulinumtoxin A, ein stark wirksames Nervengift. In winzigen Mengen wird es unter die Zornesfalten über der Nase oder in die Querfalten auf der Stirn gespritzt. Der Effekt kommt durch eine Muskellähmung zustande – aber Achtung: Wird unpräzise gearbeitet, kann das Augenlider oder -brauen lähmen. Wie die Glättung selbst wären aber auch solche unerwünschten Nebenwirkungen glücklicherweise vergänglich.

Und noch eine letzte Möglichkeit: das Lasern . Dabei wird die oberste Hautschicht durch Verdampfen der Zellen abgetragen. Eigentlich sollen dabei Narben, Altersflecken, erweiterte Äderchen und Tätowierungen zum Verschwinden gebracht werden. Aber auch Fältchen um Augen und Mund vermindern sich, wenn die Kollagenfasern der Haut sich in der Hitze zusammenziehen. Oft sind es jedoch gerade sie, die viel zu „erzählen" haben.

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