Zeitung Heute : Brandenburg: schärferes Abitur

Der Tagesspiegel

Vom Jahr 2005 an wird in Brandenburg erstmals das Zentralabitur nach Vorgaben des Bildungsministeriums in der gymnasialen Oberstufe abgelegt. Bereits für das Frühjahr 2004 sei ein Probelauf in den elften Klassen vorgesehen, sagte Bildungsminister Steffen Reiche (SPD) in Potsdam. Damit könnten die Leistungen in der gymnasialen Oberstufe einheitlich bewertet werden. Das Ministerium erarbeitet gegenwärtig die zentralen Prüfungsvorgaben für zunächst zehn Fächer.

In Brandenburg besuchen 37 Prozent aller Schüler die Abiturklassen. Das seien fast doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt, sagte Reiche. In Bayern seien es lediglich 20 Prozent. Bereits im Vorfeld der zentralen Prüfung würden die Hürden für Abiturienten in Brandenburg höher gesetzt und die Vorschriften erheblich verschärft.

Mit einer von Reiche präsentierten neuen Gymnasialen Oberstufenverordnung erhalten die Grundfächer in den Klassen 11 bis 13 eine deutlich stärkere Betonung. Deutsch, Mathematik, Geschichte, eine Naturwissenschaft sowie zwei Fremdsprachen müssen danach jetzt durchgängig bis zum Abitur belegt werden. Gleichzeitig wird ein freiwilliges fünftes Abiturfach eingeführt. Damit können sich Abiturienten auf Wunsch zusätzlich mündlich prüfen lassen. Bundesweit gilt als Minimalkompromiss, dass die drei Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch nicht abgewählt werden dürfen. Brandenburg verstärkt die Verbindlichkeit von drei auf sechs Fächer. ddp

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