Zeitung Heute : Brandenburgs FDP-Landesverband hat Ärger mit der Mutterpartei (Glosse)

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Wer den märkischen Liberalen eine E-Mail schicken will, macht dieser Tage eine interessante Entdeckung: Die elektronischen Nachrichten werden prompt an den Empfänger zurückgeschickt. Für den Laien: Das ist so ähnlich wie der Stempel "Empfänger unbekannt" der Post. Eine heimliche Selbstauflösung? Sorry, das wäre jetzt wirklich gemein. Was können die von den Wählern verlassenen Liberalen dafür, dass sie von keiner Hiobsbotschaft verschont werden? Auszug aus einem elektronischen FDP-Rundschreiben des "Internet-Beauftragten" des Landesverbandes: "Sehr geehrte Besucher unserer Homepage! Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Geschäftsstelle der FDP im Land Brandenburg seit dem 1.Januar 2000 nicht mehr im Netz ist. Wegen vertraglicher Unstimmigkeiten zwischen dem Landesverband und dem Bundesverband im Zusammenhang mit Systemanpassungen wegen des Jahr-2000-Problems wurde der brandenburgische Landesverand vorsorglich vom Comdok-Netzwerk getrennt ... Kontaktieren Sie die Landesgeschäftsstelle deshalb per Fax oder telefonisch!" Alles halb so schlimm, heisst es aus der Geschäftsstelle. Die FDP-Homepage selbst sei ja nicht betroffen. Ach so: Das Netzwerk ist übrigens nur das parteiinterne Computernetz der Mutterpartei, zu dem die Leitungen der märkisch-virtuellen Liberalen jetzt gekappt sind. Ein Omen?

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