Zeitung Heute : Buchhandel gut gestartet

Deutsche Online-Shops machen einer jetzt veröffentlichten Studie zufolge den Verbrauchern das Einkaufen im Internet unnötig schwer und verlieren durch "grundlegende Versäumnisse" beim Auftritt im weltumspannenden Netz erheblichen Umsatz.Das Einkaufen im "Cyberspace" werde so "leicht zum Frust".

Wie die Extranet-Betreibergesellschaft Intouch GmbH in Bad Homburg bei einer Untersuchung der rund 13 000 deutschsprachigen Einkaufszentren im World Wide Web feststellte, bietet rund die Hälfte keinen virtuellen Warenkorb an und hilft auch nicht beim Addieren der Preise der ausgewählten Waren.Nur bei fünf Prozent der Shops sei Online-Bezahlung möglich.Auch bei der interaktiven Kommunikation mit den Kunden gibt es der Studie zufolge gravierende Mängel.So böten zwei Drittel der untersuchten Online-Shops den Surfern kein Antwortformular an, und weniger als fünf Prozent nutzten die Webpräsenz, um sich über die Wünsche und Zufriedenheit ihrer Kunden zu informieren.

Ein Branchenvergleich ergab, daß der virtuelle Buchhandel am besten auf das Geschäft im Cyberspace vorbereitet ist.Schlußlicht bilde die Reisebranche.Wer seinen Urlaub online buchen wolle, brauche viel Geduld und erhalte dennoch oftmals ein Angebot, das dem des örtlichen Reisebüros deutlich unterlegen sei.Ohnehin sei die Mehrzahl aller Online-Verträge rechtlich ungültig, weil die Firmen vergäßen, ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen im Internet zu veröffentlichen oder nicht auf das Widerrufsrecht der Käufer hinwiesen.

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