Zeitung Heute : BÜCHERECKE

Entdeckungsreise durch Zuses Rechenmaschinen AP.Konrad Zuse gilt zumindest in Deutschland als "Vater des Computers".Was aber in den zwischen 1936 und 1941 ertüftelten Geräten genau vor sich ging, weiß kaum jemand.Diese Lücke schließt jetzt ein anspruchsvolles Buchprojekt, das "die Rechenmaschinen von Konrad Zuse" in einer mathematischen Entdeckungsreise vorstellt. Der Berliner Informatiker Raul Rojas bietet darin erstmals einen umfangreichen Einblick in die innere Struktur der Rechenmaschinen mit den Bezeichnungen Z1 und Z3.Für interessierte Laien wird es dabei über weite Strecken zu detailliert, aber Rojas stellt seiner eingehenden Beschreibung einen einleitenden Überblick voraus, in dem das Grundkonzept der Maschinen und die besonderen Leistungen Zuses erläutert werden.Im Vorwort warnt Herausgeber Rojas, daß dem Leser keine leichte Lektüre bevorsteht: "Man braucht eine gewisse Neugier und Beständigkeit, um die Schaltungen der Z1 und Z3 durchzuarbeiten." Rojas übersetzt die Gedanken Zuses in die Fachsprache des Informatikers, so daß der fortgeschrittene PC-Anwender einen direkteren Zugang zum Denken des Computerpioniers gewinnt.Einen ganz besonderen Reiz hat aber auch Zuse im Original: Die im Wortlaut wiedergegebene Patentanmeldung von 1941 macht trotz seiner veralteten Begriffe wie "Sekundalsystem" für das binäre Zahlensystem deutlich, wofür die Z3 entwickelt wurde. Wenn dennoch die Schaltungen im Gehirn zu glühen beginnen, ist ein Abstecher ins Internet angesagt: Hier kann unter der Adresse

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