Zeitung Heute : C-Klasse von Mercedes-Benz: Panorama-Glasdach bringt Transparenz ins Sportcoupé

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Dynamisch wie nie zuvor präsentiert sich die neue C-Klasse von Mercedes-Benz. Das gilt bereits für die Limousine, trifft aber besonders auf das neue Sportcoupé zu, das zusammen mit dem T-Modell schon in wenigen Wochen ausgeliefert wird. Dieser mutig gezeichnete viersitzige Zweitürer mit seiner keilförmigen nur 4,34 Meter langen im Vergleich zur Limousine zehn Millimeter tiefer gelegten Karosserie mit hochgezogenem Heck und integriertem Spoiler ist nicht nur ein rundum neues sehr eigenständiges Modell, das ganz gezielt noch jüngere Käufer ansprechen soll als die Limousine. Es ist zugleich auch ein Auto, das mit einer Vielzahl technischer Innovationen überrascht.

Dazu gehören unter anderem transparente Werkstoffe bei der Karosseriegestaltung. Das ist im Heckbereich Kunststoff, aus dem die dunkel eingefärbte aber durchsichtige Blende unterhalb des Heckspoilers besteht, die als zusätzliches Fenster dient, das beim Einparken des Sportcoupés eine optimale Sicht nach hinten bietet. Für ungewohnte Transparenz im Dachbereich sorgt dagegen Glas als Material für eine völlig neuartige Dachkonstruktion - das sogenannte Panorama-Glasdach, das mit seiner innovativen Technik eine Weltpremiere im Automobilbau ist und mit seiner durchgehenden Glasoptik Parallelen zu jenem Dach zeigt, das Porsche Ende 1995 bei seinem 911 Targa verwirklichte, allerdings mit einer anderen Öffnungstechnik.

Voraussetzung für die große Glasfläche, die sich beim Sportcoupé der C-Klasse von der Frontscheibe über den gesamten Dachbereich bis zum Heckspoiler erstreckt, ist eine besonders stabile Rahmenstruktur mit hochbelastbaren Verbindungen an den A-, B- und C-Säulen und einem Querträger zwischen den B-Säulen. Dieses transparente Dach kann man auf Knopfdruck öffnen. Dabei schiebt sich der vordere Teil des Daches langsam nach hinten, während sich vorn eine als Windabweiser dienende gläserne Lamelle aufstellt, und gibt eine Öffnung frei, die um rund ein Drittel größer ist, als bei einem konventionellen Schiebedach. Man fühlt sich bei geöffnetem Dach fast schon wie in einem Cabrio. Entscheidend für die hier eingesetzte Technik, ist, dass sich der vordere Teil des Panorama-Glasdachs beim Öffnen außerhalb der Karosserie bewegt. Denn damit bringt dieses Schiebedach keine Einschränkung der Kopffreiheit, wie das bei normalen Schiebedächern - und auch bei der Targa-Konstruktion von Porsche - der Fall ist.

Ein Dach aus Glas lässt allerdings nicht nur Licht ins Auto, sondern leider auch die weniger erwünschte UV-Strahlung - es sei denn, sie wird zurückgehalten. Beim kräftig grün getönten Panorama-Glasdach gelingt das bei der der UV-B- und UV-C-Strahlung zu 100 Prozent, während von der UV-A-Strahlung gerade einmal 2,2 Prozent in den Fahrzeuginnenraum eindringen. Wer sich trotz des Glasdachs voll vor der Sonne schützen will. der kann das mit Hilfe zweier Rollos an der Innenseite des Glasdachs, die sich mit Hilfe eines Elektroantriebs ganz nach Wunsch ausfahren lassen.

Und wie steht es um die Sicherheit bei dieser Art von Dach? Mercedes-Benz hat auch das Panorama-Glasdach strengen Crashtests unterzogen. Die hat das Dach, dessen Scheiben zum Schutz vor Glasbruch mit Polyurethan-Kunststoff umspritzt sind, nach Aussagen der Sicherheitstechniker mit Bravour bestanden. Übrigens kann das Glasdach auch per Fernbedienung geöffnet und geschlossen werden.

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