Zeitung Heute : "Capital" kommt ab morgen alle zwei Wochen an den Kiosk

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Ab morgen beginnt für "Capital", dem mit einer Auflage von 303 000 Exemplaren führenden Wirtschaftsmagazin Deutschlands, ein neuer Rhythmus: das Heft wird künftig nicht mehr alle vier Wochen, sondern vierzehntägig erscheinen. Ausschlaggebend für die Anpassung der "Cash-cow" des Hamburger Verlages Gruner und Jahr war nach Angaben von Chefredakteur Ralf-Dieter Brunowsky der Wunsch der Redaktion, aktueller reagieren zu können. Die bisherige Leitlinie, "Wissen zu vernetzen", wolle man auch in Zukunft verfolgen, sagte Brunowsky auf einer Pressekonferenz in Hamburg. Die Redaktion wird zu jedem Heft mindestens 100 Seiten beisteuern, die garantierte Auflage, Maß aller Maße für die Anzeigenkunden, werde bei 255 000 Exemplaren liegen. Der Preis des Einzelheftes sinkt von 9 auf 6 DM. Den Titel wird in Zukunft die Farbe Rot bestimmen, das Papier ist nicht mehr hochglänzend, sondern matt. Inhaltlich wurde das Heft um Rubriken wie Capitalisten, Reise, Gesundheit und Kultur ergänzt, den Akzent sollen "Dossiers" setzen. Zusätzlich schreiben vier neue Kolumnisten für das Magazin: Jenoptik-Chef Lothar Späth, der Verleger Florian Langenscheidt, Ed Yardeni, Chef-Ökonom der Deutschen Bank in New York, und Management-Experte Klaus Doppler. "Wenn wir Veränderung wirklich wollen, brauchen wir Frechheit, Provokation und Widerständigkeit", schreibt Doppler in seiner ersten Kolumne. Recht hat er. Jetzt muss sich sein Auftraggeber nur noch daran halten.

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