Zeitung Heute : Castor-Transport nach fünf Tagen in Gorleben

Gorleben - Der 13. Castor-Transport in das Atommülllager Gorleben hat nach mehr als fünf Tagen seinen Bestimmungsort erreicht. Die Lastwagen mit den elf Behältern mit hochradioaktivem Atommüll aus Frankreich trafen am Montagabend gegen 22.05 Uhr im Zwischenlager in der niedersächsischen Gemeinde im Wendland ein. Damit war es der bisher längste Castor-Transport nach Gorleben überhaupt. Atomkraft-Gegner protestierten bis zum Schluss gegen den Transport, der am vergangenen Mittwoch in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague gestartet war und am Montagmorgen mit massiver Verspätung per Zug in der Verladestation Dannenberg eintraf, wo die Castoren für die letzte Etappe auf Lkw geladen wurden. Auch die Fahrt des Lkw-Konvois dauerte mit fast drei Stunden ungewöhnlich lange. Zwei Aktivisten war es nach Polizeiangaben gelungen, auf das Führerhaus des ersten Castor-Tiefladers zu klettern und den Transport aufzuhalten.

Die Polizeigewerkschaft GdP klagte über zunehmende und aggressivere Angriffe auf Beamte. Allein an diesem Wochenende seien in Berlin und beim Castor-Einsatz mehr als 150 Polizisten verletzt worden, erklärte der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut. AFP/dpa

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