Zeitung Heute : CD-ROMs lassen sich recyceln

GERHARD TREY

Entweder sie klebt außen drauf, oder man findet sie im Innern der Zeitschrift oder Zeitung.Auch als Werbegabe oder Katalogersatz wird sie immer mehr verwendet: die CD-ROM.Einst heiß begehrt, werden die silberglänzenden Scheiben allmählich zur Flut.Aus Lust wird Last, die Datenträger werden zum Sondermüll.Wie steht es nun mit einer Wiederverwertung?

Die Daten selbst, auch wenn noch soviel Gehirnschmalz in ihnen steckt, lassen sich nicht recyceln.Alt bleibt hier alt.Mehr Chancen auf eine Metamorphose haben die stofflichen Bestandteile des Silberlings.Doch bisher gibt es nur wenige Pioniere, die sich damit beschäftigen.Via Mülltonne erreicht man keinen Verwerter.Deshalb startete die Firma "newcycle" unter der Schirmherrschaft von Umweltministerin Angela Merkel zusammen mit den Computerhändlern Vobis, ComTech und LogiByte die Aktion CD-Collect.Sammelbehälter gibt es bereits in 750 Geschäftsstellen.

Die CDs gehen nach Bayern in die Aufbereitungsanlage der Firma newcycle in Großhelfendorf.Dort hat man sich auf die mechanische Aufbereitung des optischen Datenträgers spezialisiert.Schätzungen gehen davon aus, daß die Aufbereitung aller CD-ROMs, die 1998 in Deutschland über den Ladentisch gehen, einem Volumen von neun kompletten Sattelzügen Polycarbonat täglich entspräche.Aus den nahezu vollständig aufbereiteten Altstoffen werden hochwertige Applikationen, zum Beispiel in der Medizintechnik, Automobil- oder Haushaltwarenindustrie.Auskünfte über "newcycle" unter Telefon: 08095-788.

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