Zeitung Heute : Chaos erschwert Helfern die Arbeit in Haiti

Port-au-Prince - Eineinhalb Wochen nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti erschweren Chaos und Zerstörung zunehmend die Hilfsbemühungen der ausländischen Rettungskräfte. Nach zahlreichen Überfällen auf Hilfsgütertransporte stellte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen die Ausgabe von Lebensmitteln an mehreren Orten vorübergehend ein. Die haitianische Regierung erklärte die Suche nach Überlebenden offiziell für beendet. Am Samstag zogen Rettungskräfte dennoch einen 24 Jahre alten Mann lebend aus den Trümmern eines Hotels. „Die Hoffnung schwindet, aber wir könnten immer noch Wunder erleben“, sagte UN- Sprecherin Elisabeth Byrs. Anderthalb Wochen nach dem Beben müsse nun aber die medizinische Versorgung der Verletzten in den Vordergrund rücken. Nach UN-Angaben haben die Hilfskräfte seit dem Beben mehr als 130 Menschen gerettet. Unter den offiziell registrierten 112 000 Toten sind nach Angaben des Auswärtigen Amts mindestens zwei deutsche Staatsbürger. Zudem würden zwei weitere Deutsche vermisst, so dass die Zahl der getöteten Deutschen auf insgesamt vier steigen könnte. rtr

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