Zeitung Heute : Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftler sagt Krise für kleine und mittlere Betriebe voraus

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Schon in wenigen Jahren droht in den neuen Bundesländern ein riesiger Mangel an Arbeitskräften. Das sagt der Chemnitzer Wirtschaftswissenschaftler Prof. Peter Pawlowsky. Besonders kleine und mittlere Betriebe könnten in ihrer Existenz gefährdet sein. Der Grund: In ostdeutschen Firmen überwiegen Arbeitnehmer, die in den kommenden Jahren ausscheiden. Wegen des drastischen Geburtenrückgangs nach der Wende wachsen aber auch kaum neue Arbeitskräfte nach. Arbeitslosenquoten von 20 und mehr Prozent sind gleichwohl nicht ungewöhnlich. 1989 gab es in der DDR noch 9,75 Millionen Arbeitsplätze. Diese Zahl ist nach Angaben Pawlowskys seither um mehr als 3,7 Millionen auf 6,05 Millionen im Jahr 1997 gesunken. Darüber hinaus werde die Weiterbildung der verbliebenen Beschäftigten vernachlässigt. Sie findet im Grunde genommen kaum statt. Während Unternehmen im Westen je Mitarbeiter im Schnitt fast 2000 Mark im Jahr für Anpassungs- und Aufstiegsbildung ausgeben, sind es im Osten mal gerade 200 Mark.

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