Zeitung Heute : Clinton und der Deutsche Medienpreis werden nicht zusammenkommen

US-Präsident Bill Clinton will den Deutschen Medienpreis nicht in Baden-Baden entgegen nehmen. Die US-Botschaft in Berlin bestätigte am Freitag eine entsprechende Meldung des Mannheimer Privatsenders "Radio Regenbogen". Ein Grund wurde nicht genannt. Die Botschaftssprecherin ließ offen, ob Clinton den Preis überhaupt annehmen wird. Beim Marktforschungsinstitut Media Control, dessen Chef Karlheinz Kögel den Preis vergibt, reagierte man überrascht und wollte am Freitag zunächst keine Stellung nehmen. Für Montag wurde eine Pressemitteilung angekündigt.

Es ist der erste "Korb" eines Prominenten, den sich der Baden-Badener Multiunternehmer Kögel einfangen musste. Mit der undotierten Auszeichnung in Form einer Keramikskulptur werden seit 1992 herausragende Persönlichkeiten aus der Welt der Medien geehrt.

Karlheinz Kögel war es in den vergangenen Jahren geglückt, Staats- und Regierungschefs wie Boris Jelzin, Francois Mitterrand, König Hussein von Jordanien und zuletzt den früheren südafrikanischen Staatschef Nelson Mandela zur Preisübergabe nach Baden-Baden zu locken.

Als Termin für die Preisverleihung war Anfang Juni anvisiert. Clinton wird vom 1. bis zum 3. Juni Aachen und Berlin besuchen und in dieser Zeit den Karlspreis entgegen nehmen.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar